Donnerstag, 5. Juni 2014

Sei doch mal kritisch

Brot und Wurst  

Kritik(allgemein)

Gestern fiel mir auf der ersten Seite meiner Zeitung eine Schlagzeile besonders auf :
"Ökonomen sind alarmiert:Preise steigen kaum noch".
Na sowas,jeder kleine Normalverdiener freut sich,wenn die Butter und das Brot nicht jeden Tag teurer werden,aber der Ökonom ist besorgt.Ich weiß ja nicht,was ein Ökonom so verdient und ob er sich aus dem allgemeinen Warenkorb bedient ,außerdem hab ich natürlich selber,wie viele andere, keine blasse Ahnung von Ökonomie.Aber irgendwie lebe ich schon seit Jahren nach dem sehr einfach klingenden Prinzip:"Gib nicht mehr Geld aus,wie du hast!"Bis jetzt ist das noch immer gut gegangen und ich war mir nicht der Schuld bewusst,dass ich mich wirtschaftsschädlich verhalte,wenn ich ein wenig nach den Preis schaue,bevor ich kaufe.Verständlicherweise hab ich mich gefreut,dass die Benzinpreise im Laufe eines Tages um 19 Eurocent gefallen waren(am Nächsten Tag waren sie leider wieder um 20 Eurocent gestiegen),aber wie gesagt,ich verstehe von der Sache gar nichts.
Wein,Öl und Aceto

Frohe Nachricht für Ökonomen las ich zum Glück heute in der selben Zeitung:
Der Bierpreis auf dem Oktoberfest überspringt die 10 Euro Marke.
Na so ein Glück!Endlich Inflation!Die Experten der EZB müssen nicht gegen die drohende Deflation ausrücken!Der Wiesenbesucher verhält sich, ökonomisch gesehen, vorbildlich,wenn er oder sie für einen halben Liter Bier 10 Euro zahlt und sich die Welt schön trinkt.
Wo ,bitte,ist hier die Schmerzgrenze.
Zum Schmerzgrenzen ausloten sind wir gestern in ein Rockkonzert gegangen (mehr aus Versehen) und haben uns etwa eine halbe Stunde den körperverletzenden Klängen dreier Musiker ausgesetzt.Ich hatte irgendwie das Gefühl,mich in einem Versuchslabor zu befinden in dem geforscht wird,bei welchen Frequenzen Knochen brechen.Als wir den Foltersaal verliessen machte uns die volltätowierte Dame am Empfang noch darauf aufmerksam,dass wir bei ihr Ohrenstöpsel und Oropax hätten kaufen können,Materialien,die wohl heute zur ganz normalen Konzertbesucherausstattung gehören.Das wäre eine gute Investition gewesen,besser als mit `nem Tinitus nach Hause zu gehen,wie die Tätowierte meinte.
Gastronomisch schmerzgrenzmäßig erreichte mich eine Restautantkritik,in der ein Restaurant besucht wurde, in dem der Gast selber kochen muss!?!?
Zum Glück gibt es sie noch,die kleinen Dinge,
an denen wir uns ohne Geld erfreuen können,
auch wenn es ökonomisch sinnlos ist.

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