Montag, 2. Juni 2014

Mythos Welt


Was ist los in München

Mal abgesehen vom Oktoberfest,es gibt in München schon hin und wieder etwas zu sehen und zu erleben,was anderswo eher selten zu sehen sein wird.Die Ausstellung "Mythos Welt" gehört mit Sicherheit zu den selteneren Ausstellungen in der Hypokunsthalle(bis 10.08.)
Hier werden zwei Künstler mit einander konfrontiert,Max Beckmann und Otto Dix,die fast zur gleichen Zeit gelebt haben und deren Werke sich trotz aller Gegensätzlichkeit sehr ähneln.Ihre Sicht des Krieges und der Schrecken des 1.Weltkrieges und vor allem die Zeit danach,das Leben in der Metropole Berlin zur Zeit der Weimarer Republik ist einzigartig und zeigt dem Betrachter ungeschönte Szenen und Skizzen aus dem Alltag.Eine "Verherrlichung des Krieges als pyrotechnisches Ereignis",wie es im Katalog formuliert wird,konnte ich bei Dix nicht entdecken und die Bilder von Beckmann aus dem Lazarett lassen mich auch nichts Schönes am Krieg finden.

Beide Künstler waren Stars des avantgardistischen Kunstschaffens in Deutschland nach dem ersten Weltkrieg und wurden später von den Nazis als entartete Künstler verfemt.In die innere oder äußere Emigration zu fliehen und sich nicht gegen das Regime aufzulehnen, erscheint mir als die damals allgemeine Reaktion der meisten etablierten Künstler gewesen zu sein.Mein persönlicher Eindruck mag falsch sein aber das unterscheidet viele der damaligen Etablierten von heutigen Künstlern, wie Ai Weiwei,der ja ganz klar Stellung bezieht und die Deformationen des Regimes in seinem Land aufzeigt und dafür büßen muß.Bilder gegen den Nationalsozialismus oder gegen den faschistischen Rassismus konnte ich weder bei Beckmann noch bei Dix entdecken und beide betonen,dass das nicht die Aufgabe ihres Schaffens gewesen sei

OTTO DIX
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Unter welchem Gesichtspunkt man auch immer diese Ausstellung betrachten möchte,sie sollte ein Muß sein,für den Freund der Kunst,wenn er oder sie in diesen Tagen München besucht.

MAX BECKMANN

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