Donnerstag, 8. Januar 2015

Charlie Hebdo und das Christliche Abendland



Ich liebe die Freiheit und ich liebe die Satire,ich liebe die Freiheit,satirisch Dinge zu betrachten,die mir absurd erscheinen.Viele Regeln und Gesetze der Eingottreligionen,deren Ursprünge viele tausend Jahre zurück liegen erscheinen mir satirisch betrachtenswert,haben doch diese Religionen mit der Emanzipation des Menschen im aufgeklärten Europa vom überbrachten Gottesbild nicht Schritt halten können oder wollen.Dem Glauben eines Menschen kann man Satire entgegensetzen,darf aber nicht erwarten,dass darüber beim Gläubigen Freude aufkommt."Charlie Hebdo"wusste,mit wem man sich da einlässt und hat es trotzdem gewagt,die Unberechenbaren herauszufordern,vielleicht im Vertrauen auf den Staat,der auch in Frankreich noch das Macht-und Gewaltmonopol beansprucht und unter dessen Schutz die Presse- und Meinungsfreiheit stehen sollte.Dass es Menschen gibt,die sich anmaßen ihre Gesetze selber aus ihrer falsch verstandenen Religiosität und ihrer eigenwilligen Interpretation ihres Glaubens machen zu können ,das wissen Juden,Christen und Moslems gleichermassen und jede Religion leidet auf ihre eigene Weise unter diesen Verleiteten.Die Menschen von"Charlie Hebdo"wurden deren Opfer.
Die Morde von Paris sind für mich nicht die generalisierte Bedrohung des Christlichen Abendlandes,welches schon lange den Zusatz "Christlich"abgelegt haben sollte,sondern sie sind eine Mahnung an alle freiheitsliebenden Menschen Europas,für die Errungenschaft "Freiheit"zu kämpfen und sich durch verbohrte Religionsfanatiker nicht unterkriegen zu lassen.Religionsfreiheit ist vom Grundgesetz garantiert und bedeutet für mich:Religion,ja,wenn's sein muss,jeder soll nach seinem Glauben selig werden - religiöser Fanatismus,nein,ist niemals zu dulden!!!
Es ist Zeit zu reden und aufzuzeigen,dass Freiheit, Demokratie,Rechtsstaatlichkeit und Gleichberechtigung die Pfeiler unserer Gesellschaft sind und dass diese Vorzüge,die wir hier in Europa haben,unser Lebensgefühl bestimmen und ausmachen.Mit Ironie,Sarkasmus und Spott kommen wir aber im Dialog nicht weiter.Wir müssen den Andersdenkenden die positiven Seiten unserer Lebensform zeigen und sie davon überzeugen,sich uns friedlich anzuschließen.
Schade,dass es einen solchen Tag,wie den gestrigen gab,der mich an meine Gefühle erinnerte,die ich hatte,als in New York die Türme fielen und ich wünsche mir,nicht noch mehr von solchen Tagen zu erleben.Das,was gestern in Paris geschah soll uns bereit machen,dafür zu sorgen,dass so etwas nicht wieder geschieht.


  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen