Freitag, 30. Januar 2015

Endlich Winter

Ach wie schrecklich.Die Schneekatastrophe ist bis jetzt ausgeblieben und wir müssen uns mit so beschaulichen Fotos,wie diesem hier begnügen.


Oh,wie schön,es ist Winter.

Ehrlich gesagt,so schön finde ich das gar nicht,das ist allerhöchstens ein Zitat.Ich setze diesen Winterboten ein Frühlingsbild entgegen,vielleicht hilft es ja,dass der Schnee schneller verschwindet.

 

Wer gerade am Kamin sitzt und nicht weiß,was man machen könnte,dem empfehle ich,das Interview
in der Süddeutschen mit Harald Lesch zu lesen,dem AstrophysikerEs geht um Geld und mehr.SZ vom 30.1.2015 Seite 21. 


Donnerstag, 29. Januar 2015

Ein Märchen zur Lage ( Märchenhaft 4 )

Tischlein deck dich,Goldesel streck dich,Knüppel aus dem Sack


Der Knüppel aus dem Sack,das kann heute nicht mehr die Metapher für stumpfe,physische Gewalt sein,sondern ich sehe das Bildnis eher so,dass der Knüppel für das bessere,letztlich entscheidende Argument steht,das man dem Kontrahenten entgegensetzen kann.Sei es philosophisch,politisch oder religiös,das bessere Argument muss ja nicht gleich den Gegner mundtot machen,aber es kann zu einem von beiden Seiten zu akzeptierenden Kompromiss führen und auf diesem Weg Frieden erzeugen.

  


Der dritte Bruder war zu einem Drechsler in die Lehre gegangen und weil es ein kunstreiches Handwerk ist,musste er am längsten lernen.Seine Brüder aber meldeten ihm in einem Brief,wie es ihnen ergangen war und wie sie der Wirt noch am letzten Abend um ihre schönen Wünschdinge gebracht hatte.Als der Drechsler nun ausgelernt hatte und wandern sollte,schenkte ihm sein Meister,weil er sich so wohl gehalten hatte,einen Sack und sagte:"Es liegt ein Knüppel drin.""Den Sack kann ich umhängen und er kann mir gute Dienste leisten,aber was soll der Knüppel darin?Der macht ihn doch nur schwer."sagte der Geselle."Das will ich dir sagen",antwortete der Meister,"hat dir jemand etwas zuleide getan,so sprich nur:"Knüppel aus dem Sack!",so springt der Knüppel heraus unter die Leute und tanzt ihnen so lustig auf dem Rücken herum,dass sie sich acht Tage lang nicht regen und bewegen können und eher läßt er nicht ab,als bis du sagst:"Knüppel in den Sack!" Der Geselle dankte ihm,hing den Sack um und wenn ihm jemand zu nahe kam und ihm auf den Leib wollte,so sprach er :"Knüppel aus dem Sack!"Alsbald sprang der Knüppel heraus und klopfte einem nach dem anderen Rock oder Wams gleich auf dem Rücken aus und wartete nicht erst,bis er ihn ausgezogen hatte und das ging so schnell,dass,ehe sich es einer versah,die Reihe schon an ihm war.


ARGUMENTE STATT KNÜPPEL!
KNÜPPEL ZU ARGUMENTEN(UMSCHMIEDEN)

Der junge Drechsler langte zur Abendzeit in dem Wirtshaus an,wo seine Brüder betrogen worden waren.Er legte seinen Ranzen auf den Tisch vor sich hin und fing an zu erzählen,was er alles Merkwürdige in der Welt gesehen habe."Ja;"sagte er ,"man findet wohl ein Tischleindeckdich,einen  sie hätte ,aber das ist alles nichts gegen den Schatz,den ich mir erworben habe und den ich in meinem Sack da mit mir führe."Da spitzte der Wirt die Ohren."Was in aller Welt mag das sein?"dachte er ,"Der Sack ist wohl mit lauter Edelsteinen angefüllt,den sollte ich mir wohl auch noch holen,denn aller guten Dinge sind doch drei."Als dann Schlafenszeit war streckte sich der Gast auf die Bank und legte sienen Sack als Kopfkissen unter.Als der Wirt meinte,dass der Gast schliefe,ging er herbei und versuchte den Sack unter dem Kopf des Schlafenden wegzuziehen und auszutauschen.Aber der Drechsler hatte auf diesen Augenblick gewartet und hatte nur so getan,als ob er schliefe.Als er merkte,dass der Wirt am Sack zog,rief er schnell:"Knüppel aus dem Sack!"Alsbald fuhr das Knüppelchen heraus ,ging dem Wirt auf den Leib und rieb ihm die Nähte,dass es eine Art hatte.Der Wirt schrie um Erbarmen,aber je lauter er schrie,desto kräftiger schlug der Knüppel den Takt dazu auf seinem Rücken,bis der Wirt endlich erschöpft zu Boden fiel.Da sprach der Drechsler zum Wirt:"Wenn du das Tischleindeckdich und den Goldesel nicht auf der Stelle herausgibst,damit ich sie meinen Brüdern wiedergeben kann,dann geht der Tanz des Knüppels auf deinem Rücken von vorne los.""Ja,ich will alles wieder hergeben!"jammerte der Wirt,"lass bitte nur diesen verwünschten Stock wieder in den Sack kriechen!"Schnell holte er das Tischlein herbei und den Goldesel und wurde so vor weiteren Schlägen verschont.


Der Geselle zog am anderen Morgen weiter ,beladen mit dem Tischlein und am Strick den Goldesel gelangte er schließlich zum Hause des Vaters.Der Vater freute sich,als er ihn sah und wie vorher die anderen Söhne,fragte er auch diesen:"Nun mein Sohn,was hast du denn in der Fremde gelernt?""Ich bin ein Drechsler geworden,lieber Vater.""Ein kunstreiches Handwerk,"sagte der Vater,"Hast du denn auch aus der Fremde etwas mitgebracht?""Ein kostbares Stück,guter Vater",antwortete der Sohn,"Ein Knüppel in einem Sack." - "Was? einen Knüppel?Das ist der Mühe nicht wert!Den kannst du dir doch von jedem Baum abschlagen."- "Aber einen solchen nicht,lieber Vater!Sage ich : Knüppel aus dem Sack!-so springt der Knüppel heraus und macht mit dem,der es nicht so gut mit mir meint einen schlimmen Tanz und lässt nicht eher nach,als bis er auf der Erde liegt und um gut Wetter bittet.Seht Ihr,mit diesem Knüppel habe ich das Tischleindeckdich und den Goldesel herbeigeschafft,die der diebische Wirt meinen Brüdern abgenommen hatte.Jetzt lasst sie beide rufen und ladet alle Freunde und Verwandten ein,ich will sie speisen und tränken und will ihnen die Taschen mit Gold füllen."Der alte Schneider wollte der Sache nicht so recht trauen,brachte aber die ganze Familie zusammen.Da deckte der Drechsler ein Tuch auf den Boden und führte den Goldesel herein und bat seinen Bruder,dass er zu dem Esel Bricklebrit! sagen solle.Da regnete es Goldstücke,dass der ganze Boden bedeckt war und alle ihre Taschen füllen konnten und danach musste das Tischleindeckdich seine Fähigkeiten beweisen und alle aßen und tranken und es war ein Fest,das die ganze Nacht hindurch dauerteAm nächsten Tag verschloss der Schneider seine Gerätschaften,denn er musste jetzt nicht mehr nähen und flicken.Mit seinen drei Söhnen lebte er fortan in Frieden, Freuden und Herrlichkeit.



                                                                       E N D E


Mittwoch, 28. Januar 2015

Ein Märchen zur Lage ( Märchenhaft 3 )

Tischlein deck dich,Goldesel streck dich,Knüppel aus dem Sack


Teil 3: Es wäre genug Geld für alle da,wenn man es nicht nur den,durch skrupellose Manager zugrunde gerichteten Banken und den durch unfähige Politiker zugrunde gerichteten Staaten geben würde.
Leider kommt gut gemeintes Geld nie bei denen an,die es wirklich nötig hätten und bleibt meistens bei den Menschen hängen,die schon alles haben.


Man sieht es einem Esel nicht gleich an,was er kann.

Der zweite Sohn war zu einem Müller in die Lehre gegangen.Als er seine Jahre herum hatte,sprach der Meister:"Weil du dich so wohl gehalten hast,schenke ich dir einen Esel von einer besonderen Art.Er zieht nicht am Wagen und trägt auch keine Säcke."-"Wozu ist er denn nütze?",fragte der junge Geselle."Er speit Gold",antwortete der Müller,"Wenn du ihn auf ein Tuch stellst und sprichst - Brittlebritt - so speit das Tier Goldstücke aus, nach hinten und nach vorne.""Das ist eine schöne Sache",sprach der Geselle,er dankte dem Meister und zog in die Welt.Wenn er Gold nötig hatte,brauchte er seinem Esel nur "Brittlebritt"zu sagen,so regnete es Goldstücke und er hatte weiter keine Mühe,als diese von der Erde aufzuheben.Wo er hinkam,war ihm das Beste gerade gut genug und je teurer je lieber,denn er hatte stets einen vollen Beutel.Als er sich eine Zeit lang in der Welt umgesehen hatte,dachte er:"Ich werde nun meinen alten Vater wieder aufsuchen,denn wenn ich mit dem Esel ankomme,dann wird wohl sein Zorn auf mich vergessen sein und er wird mich gut aufnehmen."

Der hier hatte nur Eurocent auf Lager

Es trug sich aber zu,dass er in das selbe Wirtshaus geriet,wo seinem Bruder das Tischchen vertauscht worden war.Er führte seinen Esel an der Hand und der Wirt wollte ihm das Tier im Stall anbinden.Der junge Geselle aber sprach:"Gebt euch keine Mühe,meinen Grauschimmel führe ich selber in den Stall und bind ihn auch selber an,denn ich muss immer wissen,wo er steht."Dem Wirt kam dieses Verhalten wunderlich vor und er meinte,dass einer ,der seinen Esel selbst besorgen müsse,nicht viel zu verzehren hätte.Als aber der Fremde in die Tasche griff und zwei Goldstücke herausholte und sagte,der Wirt solle nur etwas Gutes für ihn einkaufen so machte er große Augen.Er lief und suchte das Beste,das er auftreiben konnte.Nach der Mahlzeit fragte der Gast,was er schuldig wäre.Der Wirt meinte nun,besonders viel verlangen zu können,weil er ja die Goldstücke gesehen hatte und er sagte ihm einen überteuerten Preis.Der Geselle griff in die Tasche,aber sein Gold war soeben zuende gegangen."Wart einen Augenblick,Herr Wirt",sprach er,"Ich will nur eben gehen und Gold holen."Er ging und nahm aber das Tischtuch mit.Der Wirt wusste nicht,was das alles bedeuten sollte,er war neugierig,schlich ihm nach und da der Gast die Stalltüre verriegelte guckte er durch ein Astloch in der Tür.Der Fremde breitete unter dem Esel das Tischtuch aus und rief."Brittlebritt!"und augenblicklich fing das Tier an,Gold zu speien,von vorne und hinten,dass es ordentlich auf die Erde herabregnete."Ei der Tausend",sagte der Wirt,"da sind die Dukaten schnell geholt,so einen Geldbeutel ist nicht übel."
Der Gast bezahlte seine Zeche und legte sich schlafen.Der Wirt aber schlich in der Nacht hinab in den Stall,führte den Dukatenesel weg und band einen anderen Esel an seine Stelle.

Die Produkte eines numismatischen Esels

Am folgenden Morgen zog der Geselle mit dem Esel ab und meinte,er hätte seinen Goldesel.Mittags kam er bei seinem Vater an.Der freute sich,als er seinen Sohn wieder sah und nahm ihn gerne auf."Was ist aus dir geworden,mein Sohn?"fragte der Alte."Ein Müller,lieber Vater",antwortete der Sohn."Was hast du denn von deiner Wanderschaft mitgebracht?"- "weiter nichts,als einen Esel."- "Esel gibt es hier genug"sagte der Vater,"da wäre mir doch eine gute Ziege lieber gewesen."- "Das ist aber kein gewöhnlicher Esel",antwortete der Sohn,"es ist ein Goldesel,der,wenn man ihn auf ein Tuch stellt und -Brittlebritt - sagt,so speit das Tier das ganze Tuch voll Goldstücke.Lasst nur alle Freunde und Verwandte kommen,ich werde sie alle zu reichen Leuten machen.""Das lasse ich mir gefallen."sagte der Vater ,"dann brauche ich mich nicht weiter mit der Nadel zu quälen",er lief,und holte alle Verwandten und Freunde herbei.Als sie alle da waren,breitete der Müllerbursche das Tuch unter dem Esel aus und sagte "Brittlebritt!",aber was da vom Esel herabfiel war alle andere, nur kein Gold.Die Verwandten verspotteten den Burschen und waren enttäuscht und der Geselle schämte sich,als er merkte,dass er betrogen worden war.Der Schneider musste wieder Nähen und der Sohn nahm eine Anstellung bei einem Müller.

Die Metapher "Goldesel steht für IWF und EZB,die die Lizenz zur Geldvermehrung haben.
Wie gesagt,es wäre für alle genug Geld da gewesen,wenn es nicht Habgier und Neid gäbe und solche "Player" wie den Wirt im Märchen.

(das Märchen ist noch nicht zu Ende!):-)


Dienstag, 27. Januar 2015

Ein Märchen zur Lage ( Märchenhaft 2 )

Tischlein deck dich,Goldesel streck dich,Knüppel aus dem Sack.



Teil 2 : Für alle wäre genug zu essen da!Wenn es nur gerecht verteilt werden würde!

Der Schneider,als er so ganz einsam in seinem Hause saß,verfiel in große Traurigkeit und hätte seine Söhne gern wieder gehabt,aber niemand wußte,wo sie hingeraten waren.
Der Älteste war zu einem Schreiner in die Lehre gegangen,da lernte er fleißig und unverdrossen und als seine Lehrzeit um war,dass er wandern sollte,schenkte der Meister ihm ein Tischlein.Das hatte gar kein besonderes Ansehen und war von gewöhnlichem Holz,aber es hatte eine gute Eigenschaft.Wenn man es hinstellte und sprach:"Tischlein deck dich!",so war das gute Tischchen auf einmal mit einem sauberen Tüchlein gedeckt und es standen da Teller,Messer und Gabeln,daneben Schüsseln mit Gesottenem und Gebratenem,so viel wie auf dem Tisch Platz war und ein großes Glas mit rotem Wein leuchtete,dass einem das Herz lachte.Der junge Gesell dachte:"Damit hast du genug für dein Lebtag",zog guter Dinge in der Welt umher und bekümmerte sich nie darum,ob ein Wirtshaus gut oder schlecht war und ob etwas darin zu finden war oder nicht.Wenn es ihm gefiel,so kehrte er gar nicht ein,sondern im Felde,im Wald,auf einer Wiese,wo er Lust hatte,nahm er sein Tischlein vom Rücken,sellte es vor sich und sprach:"Tischlein deck dich!"und sogleich war alles da,was sein Herz begehrte.Schließlich kam es ihm in den Sinn,er wolle zu seinem Vater zurückkehren,dessen Zorn sich wohl inzwischen gelegt haben würde.Mit dem "Tischleindeckdich" würde der Vater ihn wohl gerne wieder aufnehmen.

Nun geschah es,dass er auf dem Heimweg abends in ein Wirtshaus kam,das mit Gästen angefüllt war.Die sagten,er solle mit ihnen essen,sonst würde er in der Wirtschaft wohl kaum noch etwas bekommen."Nein",antwortete der Schreiner,"die paar Bissen will ich euch nicht vom Munde wegnehmen,lieber sollt ihr meine Gäste sein."Die anderen Gäste lachten und meinten,er triebe seinen Spaß mit ihnen.Er aber stellte sein hölzernes Tischchen mitten in die Stube und sprach:"Tischlein deck dich!"Augenblicklich war es mit Speisen besetzt,so gut,wie sie der  Wirt nicht hätte herbeischaffen können und wovon der Geruch den Gästen lieblich in die Nase stieg."Zugegriffen,liebe Freunde",sprach der Schreiner und die Gäste,als sie sahen,wie es gemeint war,ließen sich nicht zweimal bitten,rückten heran,zogen ihre Messer und griffen tapfer zu.Was sie am Meisten verwunderte:Wenn eine Schüssel leer geworden war,stellte sich wie von selbst eine volle an ihren Platz.
DerWirt stand in einer Ecke und sah den Dingen zu.Er wußte gar nicht,was er dazu sagen sollte,dachte sich aber:"Einen solchen Koch könntest du in deiner Wirtschaft wohl gebrauchen."Der Schreiner und seine Gesellschaft waren lustig bis in die späte Nacht.Endlich legten sie sich schlafen und der junge Geselle ging auch zu Bett und stellte sein Wünschtischchen an die Wand.Dem Wirt aber ließen seine Gedanken keineRuhe.  Es fiel ihm ein,dass in seiner Rumpelkammer ein altes Tischchen stünde,das gerade so aussähe,wie das des Gesellen.Das holte er ganz sachte herbei und vertauschte es mit dem Wünschtischchen.

Am anderen Morgen zahlte der Geselle sein Schlafgeld,packte das Tischchen auf und dachte gar nicht daran,dass er ein falsches hätte und ging seiner Wege.Gegen Mittag kam er bei seinem Vater an,der ihn mir großer Freude empfing."Nun,mein lieber Sohn,was hast du gelernt?"sagte er zu ihm."Vater,ich bin Schreiner geworden"- "Ein gutes Handwerk"erwiederte der Alte"aber,was hast du von deiner Wanderschaft mitgebracht?" - Vater,das Beste,was ich mitgebracht habe,ist dieses Tischchen."Der Vater betrachtete das Tischchen von allen Seiten und sagte."Daran hast du kein Meisterstück gemacht,das ist ja nur ein altes und schlechtes Tischchen,"- "Aber es ist ein Tischleindeckdich",antwortete der Sohn,"Wenn ich es hinstelle und sage,es solle sich decken,so stehen gleich die schönsten Gerichte darauf und ein Wein ist dabei,dass sich das Herz erfreut.Lade nur alle Freunde und Verwandten ein,die sollen sich einmal laben und erquicken,denn das Tischchen macht sie alle satt."Als die Gesellschaft beisammen war stellte er das Tischchen mitten in die Stube und sprach."Tischlein deck dich!"Aber das Tischlein regte sich nicht und blieb so leer,wie ein anderer Tisch,der die Sprache nicht versteht.Da merkte der arme Geselle,dass ihm das Tischchen vertauscht worden war und er schämte sich,dass er wie ein Lügner da stand.Die Verwandten lachten ihn aus und mussten ungespeist und ungetrunken wieder heim wandern.Der Vater holte seine Lappen wieder herbei und schneiderte fort.Der Sohn aber ging bei einem Meister in die Arbeit.


EIN TISCHLEIN,DAS DIE SPRACHE NICHT VERSTEHT


Die Metapher "Tischleindeckdich" ist ein Sinnbild für die Welt in ihrem Überfluss.  Es wäre immer von allem Essen genug da,man müsste es nur gerecht verteilen.Leider gibt es aber immer "Player",wie den Wirt im Märchen,die den schönen Traum zunichte machen.


(Das Märchen ist noch nicht zu Ende!)







Montag, 26. Januar 2015

Ein Märchen zur Lage ( Märchenhaft 1 )

Tischlein deck dich,Goldesel streck dich ,Knüppel aus dem Sack.

1.Teil:Die Unersättlichen bekommen nie genug,bis alles kaputt geht.


Es war einmal ein Schneider,der hatte drei Söhne und eine Ziege.Diese Ziege musste jeden Tag für die Ernährung der vier Männer genug Milch liefern,denn die Geschäfte gingen schlecht und die Nahrungsmittel waren teuer.Deswegen ging jeden Tag einer der Söhne mit dem Tier auf die Weide und schaute,wo die saftigsten Kräuter standen und das beste Gras wuchs,damit es der Ziege gut gehen sollte und es ihr an nichts fehle.

Eines Tages war der älteste Sohn daran,die Ziege zu weiden und er brachte sie an die besten Weidegründe des Dorfes und liess sie sich satt essen und als er sie am Abend fragte,ob sie genug gegessen habe,antwortete die Ziege:
"Ich bin so satt,ich mag kein Blatt,mäh,mäh."
Da ging der Junge mit dem Tier nach hause und stellte es in den Stall und berichtete dem Vater,dass es der Ziege an nichts gefehlt habe.Der alte Schneider wollte am Abend noch einmal kontrollieren,ob es der Ziege gut geht und ging in den Stall und fragte die Ziege:"Ziege bist du auch wirklich satt?Geht es dir gut?"Darauf antwortete die Ziege:
"Wovon sollte ich denn satt sein,ich sprang nur über Gräbelein
und fand kein einzig Blättelein!Mäh,mäh!"
Da ging der Schneider zornig ins Haus und jagte seinen Sohn mit dem Stock hinaus und schrie :"Du unnützer Kerl,du hast das arme Tier beinahe verhungern lassen,ich will dich hier nicht mehr sehen!"


Am nächsten Tag war der Zweite Sohn an der Reihe,die Ziege auf die Weide zu führen.Er suchte dem Tier die besten Weidegründe des Dorfes aus und liess sie sich satt essen und als er sie am Abend fragte,ob sie genug gegessen habe,antwortete die Ziege:
"Ich bin so satt,ich mag kein Blatt!Mäh,mäh!"
Der Junge ging mit dem Tier nach hause,stellte es in den Stall und berichtete dem Vater,das es der Ziege an nichts gefehlt habe.Der Schneider kontrollierte am Abend noch einmal,ob es seiner Ziege gut gehe und er fragte das Tier."Ziege,bist du auch wirklich satt?Geht es dir gut?"Darauf antwortete die Ziege:
"Wovon sollte ich denn satt sein,ich sprang nur über Gräbelein
und fand kein einzig Blättelein!Mäh,mäh!"
Da ging der Alte zornig in die Stube zurück.Er schrie seinen Sohn an:"Du unnützer Kerl,du hast unsere Ziege fast umgebracht!"Er nahm seine Schneiderelle und jagte auch den zweiten Sohn mit Schlägen  aus dem Haus.

Nun war der jüngste Sohn an der Reihe,die Ziege auf die Weide zu führen und auch er suchte die besten Weiden für das Tier aus.Als er am Abend die Ziege fragte,ob sie denn satt sei,sagte das Tier wieder:
"Ich bin so satt,ich mag kein Blatt!Mäh,mäh!"
Als er die Ziege in den Stall gebracht hatte,berichtete der Junge dem Vater,dass mit der Ziege alles in Ordnung sei und dass sie sich satt gegessen habeDer Schneider fragte bei der Kontrolle die Ziege wieder :"Ziege,geht es dir gut?Bist du auch wirklich satt?"da antwortete diese:
"Wovon sollte ich denn satt sein?Ich sprang nur über Gräbelein
und fand kein einzig Blättelein!Mäh,mäh!"
"Bin ich denn nur von Lügnern und Taugenichtsen umgeben?"schrie der Schneider erbost und jagte nun auch seinen jüngsten Sohn mit Stockschlägen aus dem Haus.

Da seine Söhne jetzt alle verjagt waren,musste der Schneider seine Ziege am nächsten Tag selber zur Weide führen.Er gab sich besondere Mühe und suchte die frischesten Kräuter und das saftigste Gras und schaute,dass es dem Tier an nichts fehle.Als er am Abend fragte,ob sie denn satt sei,antwortete die Ziege:
"Ich bin so satt,ich mag kein Blatt!Mäh mäh!"
Beruhigt brachte der Schneider die Ziege in den Stall,doch als er sie später noch einmal fragte,ob sie denn auch wirklich zufrieden und satt sei,antwortete das bösartige Tier:
"Wovon sollte ich denn satt sein,ich sprang nur über Gräbelein
und fand kein einzig Blättelein!Mäh,mäh!"

 Europa auf der Ziege

Da erkannte der Schneider den bösartigen Charakter seiner Ziege und wurde wütend,weil er seine Söhne ohne Not aus dem Haus gejagt hatte.Er liess es die Ziege büßen,indem er ihr den Bart rasierte und sie mit Peitschenhieben davonjagte.Nun war er ganz alleine in seinem Haus und niemand konnte ihm sagen,wohin seine Söhne gegangen waren.(Fortsetzung folgt)







Freitag, 23. Januar 2015

Übung macht den Meister


Winter in Japan

Hokusai,der berühmte japanische Künstler glaubte an eine stetig fortschreitende Vollendung seiner künstlerischen Fähigkeiten.Er sagte einmal,dass er bis zum 50.Lebensjahr zwar sehr viel geschaffen habe,aber mit den meisten seiner Arbeiten unzufrieden war.Im Lebensabschnitt bis sechzig Jahren habe er dazugelernt und ab Siebzig Jahren habe er die Formen der meisten Dinge verstanden und erfasst.Er hoffte,so sagte er,dass bis zu seinem achzigsten Lebensjahr noch weitere Fortschritte in seiner Kunst machen könne.Er schrieb:"Mit neunzig Jahren werde ich in das innerste Wesen aller Dinge eindringen und mit hundert sicherlich zu einer höheren.unbeschreiblichen Vollkommenheit aufsteigen.Werde ich aber erst einmal 110 Jahre erreicht haben,so wird alles,jeder Punkt und jede Linie das Leben selbst bedeuten.Ich lade alle lang lebenden Menschen ein,sich davon zu überzeugen,dass ich Wort halten werde.Dieses schrieb ich,Hokusai, im Alter von 75 Jahren-man nennt mich den "In die Zeichnung vernarrten Alten."   
            
Wie lange wird man wohl üben müssen,um so schreiben zu können?                                                                

Alle Welt hat die gleichen oder ähnliche Sprüche.Weil es ja Lebenserfahrungen sind,die universal sind,die sich in kurzen,knappen Worten an die Nachwelt weitergeben lassen.Die Erfahrung,dass man durch Üben zur Meisterschaft kommen kann, gibt man in China folgendermassen weiter:"Aus geübten Fähigkeiten entsteht Gewandtheit."Im Wörterbuch,übersetzt von Übersetzungsmeistern, entsteht daraus:Übung macht den Meister.Wie schwer es ist und welche Meisterschaft es braucht,um von den ursprünglichen Wörtern zur deutschen Bedeutung zu gelangen kann man aus der direkten Sinnableitung der einzelnen Vokabeln oder Schriftzeichen ersehen.
Im Chinesischen heißt es:
熟能生巧 - shu neng sheng qiao  -  Übung macht den Meister
Die einzelnen Zeichen bedeuten:
熟 - shu     - 1.reif,zubereitet,gekocht, 2.bearbeitet, 3.bekannt,vertraut, 4.geübt
能 - neng   - 1.Fähigkeit, 2.fähig,tüchtig, 3.können
生 - sheng  - 1.gebären, 2.wachsen,3.lebendig,4.grün,unreif,5.heizen(?),6.roh,ungekocht,7.fremd
巧 - qiao     - 1geschickt,gewandt,2.zufällig,gerade ausgerechnet

                                               Oder so?
  
Hokusai:aus den Ansichten des Fuji.


Bei Sturm  und


bei Regen.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Harte Zeiten

Holzköpfe



Hard times, auch in England.Der Kampf um das wirtschaftliche Überleben treibt seltsame Blüten hervor.Ich gebe diese Zeitungsmeldung unkommentiert weiter.Soll sich doch jeder selbst seine Gedanken dazu machen!
Fünfjähriger soll zahlen(SZ vom 21.1.15 - Panorama)
London 19.1.2015.Ein fünfjähriger Junge in Großbritannien hat eine Rechnung bekommen,weil er unentschuldigt auf der Geburtstagsfeier seines Kumpels gefehlt hat.Alex Nash aus dem südwest-englischen Cornwall war lieber bei seinen Großeltern.Nun sollen seine Eltern 15,95 Pfund (rund 21 Euro) zahlen.Auf diesen Kosten für einen Ausflug blieb die Mutter des Geburtstagskindes nach eigener Aussage sitzen.Sie schickte eine Rechnung,wie Alex's Vater britischen Medien sagte.Angeblich droht sie auch mit rechtlichen Schritten.Der Fünfjährige hat seinen Eltern derweil erzählt,dass seine Klassenkameraden nicht mehr mit ihm spielen,weil er die Feier geschwänzt hat.

Dienstag, 20. Januar 2015

Eine alte Melodie

In Dublin Fine City

Vor vielen Jahren fuhr ich mal mit dem Auto durch Dublin.Zwei quengelnde Kinder auf den hinteren Sitzen und eine etwas aufgeregte Frau neben mir.Keiner von den Autoinsassen wußte nämlich,wo es hingehen sollte,denn es gab ja noch kein Navi im Auto und ausserdem war der Verkehr auf der "falschen Seite" und ausserdem kamen wir mit dem Leihauto geradewegs vom Flughafen.Von allen Hinweisschildern verlassen, entschloss ich mich heroisch meinen eigenen Weg durch die Großstadt zu finden und bog selbstbewußt rechts ab,auf eine breite Brücke,die uns über den Liffey bringen sollte.Diese Aktion zwang mich,um das Leben meiner Lieben zu retten, zu einem filmreifen Stunt.Ich war nämlich,da ich an den Linksverkehr noch nicht gewohnt war, auf die rechte Fahrspur eingebogen und sah plötzlich lauter Kühlergrills auf mich zukommen.Um den Unfall zu vermeiden riss ich den Lenker nach links und gab Vollgas,donnerte über die erhöhte Fahrbahnabterennung auf die linke Fahrspur,wo gerade eine Lücke zwischen zwei Autos frei war und brachte uns in Sicherheit.Bei nächster Gelegenheit fuhr ich LINKS an den Fahrbahnrand holte ein Handtuch aus dem Koffer und trocknete mich gründlich ab,bevor ich weiterfuhr.Den Kindern hatte die Action sehr gefallen,während hingegen zu meiner Rechten jemand laut stöhnte und seine Unzufriedenheit mit meiner Fahrweise deutlich zum Ausdruck brachte.

Montag, 19. Januar 2015

Aus der Presse:Energiewende

Neues von der Energiewende


Im Zeichen sinkender Ölpreise scheint es ja nicht mehr notwendig,sich um Alternativen zur Erzeugung von Energie zu bemühen.Ich warne allerdings vor zu großer Sorglosigkeit und bin mir sicher,dass wir schon sehr bald auf jede Stromquelle,die nicht von fossilen Brennstoffen abhängig ist ,angewiesen sein werden.Deswegen sollten wir diese Entwicklung,von der heute berichtet wird,nicht belächeln und allzu schnell zu den Akten legen .Es geht um die Energiegewinnung aus der Schuhsohle.Kräfte,die beim Laufen auf die Schuhsohle einwirken sind bisher einfach so verpufft und niemand hatte einen Nutzen davon.Jetzt ist es dem Forscher Klevis Yili vom Institut für Mikro-und Informationstechnik in Villingen-Schwenningen gelungen,in die Schuhsohle ein Implantat einzupflanzen,das die Laufbewegung durch das Prinzip der Induktion in elektrische Energie umwandeln kann.Der so gewonnene Strom kann in einem Akku gespeichert werden.Jetzt war die Frage:Was machen wir mit dem Strom imSchuh?Ganz einfach - wir konstruieren ein Verschlusssystem für den Schuh,welches mit kleinen Motoren den Schuh verschließt, damit sich der Träger des Schuhs nicht mehr,zum Schnürsenkelbinden herabbeugend, verbiegen muss.Ein weiterer großer Schritt in Richtung "Aufrechter Gang des Menschen".Die Energieausbeute wird bei rund vier Milliwatt erwartet.Das bedeutet,dass der Besitzer des Schuhs etwa eine Stunde laufen muss,bevor genug Strom da ist,um den Schuh zu schließen.Wenn das mal gut geht?!?!




Sonntag, 18. Januar 2015

Die Markthalle von Rotterdam


Leben in Überdachten Räumen oder:was für die Tomate gut ist muss für den Mensch nicht schlecht sein.
Wenn man abends oder am frühen Morgen mit dem Flugzeug den Rotterdamer Flughafen ansteuert,dann kann man riesige beleuchtete Gewächshauslandschaften am Boden sehen.In denen ist die Wassertomate zu Hause und noch ein paar nach Kunstdünger schmeckende Gemüsesorten.Diese Pflanzen würden ,ohne die Glashäuser hier im rauen Klima Hollands,gar nicht zur Reife kommen.Schutz vor Wind und Wetter ist aber nicht nur für das Wachstum der Tomate und des  Gemüses vorteilhaft,sondern es ist auch für den Menschen angenehmer,wenn er seine Einkäufe bei Regen und Kälte im Trockenen und Warmen machen kann.Städteplaner haben das schon sehr früh erkannt und so sind zum Beispiel in Norditalien schon im Mittelalter, mit Laubengängen überdachte, Einkaufstrassen gebaut worden.Passagen und große Markthallen entstanden in den späten Jahren des neunzehnten Jahrhunderts und am Anfang des 20.Jahrhunderts in den Großstädten und waren vom Konsumenten gut angenommen.Die Akzeptanz der Konsumenten änderte sich scheinbar nach dem 2.Weltkrieg und viele dieser überdachten Einkaufszentren,wenn sie nicht durch Bomben zerstört waren, wurden abgerissen oder verfielen.Gründe dafür waren wohl die astronomischen Bodenpreise in den Stadtzentren und der Wunsch der Investoren,als Besitzer dieser Immobilien nach großem Gewinn,der sich nur durch Verkauf,Abriss und Neubebauung erzielen ließ.


Seit September des letzten Jahres steht nun in Rotterdam der Neuentwurf einer alten Idee:Die große Markthalle.Ein riesiger umbauter Raum der in seiner Außenhülle Wohnungen,Büros und kleine Läden beherbergt und in dessen großem Bauch sich eine bunte Vielzahl von Lebensmittelläden und Restaurants befinden.Hier entstand ein neuer Treffpunkt,ja ein neuer Lebensraum für  die Menschen von Rotterdam und es ist zu hoffen,dass der Trubel,den wir zur Weihnachtszeit dort erleben konnten das ganze Jahr über anhält.
Den Architekten ist hier meiner Ansicht nach ein großer Wurf gelungen.Nicht nur die Gestaltung des Objektes ist genial sondern auch die funktionelle Verbindung zwischen Privatheit der Wohnmöglichkeiten und dem Zugang von dort zu Einrichtungen wie Einkaufsmärkten aller Art und öffentlichen Verkehrsmitteln wie Metro und Strassenbahn.Ich kann mir vorstellen,dass so die Städte der Zukunft aussehen können und wünschte mir,dass sich die Münchner Stadtplaner z.B.die Schrannenhallen-Diskutierer an so einer Idee orientieren wollten.(Siehe auch Süddeutsche 17./18. Januar im Feuilleton den Artikel"Oase statt Ödnis)

Samstag, 17. Januar 2015

Vorsicht!Satire!

Nachdem sich der Islamische Staat entschlossen hat,die Gleichberechtigung einzuführen, müssen jetzt auch Männer und Kinder die Burka tragen.
Hier ein Familienfoto,anlässlich der Beschneidung des kleinen Osama.(zur Erklärung des Dresscodes:Schwarz für Frauen,Weiß für Männer)

Freitag, 16. Januar 2015

Aus meinem Skizzenbuch


Heute stelle ich zur Aufheiterung und zur Beruhigung nur ein paar Blätter aus meinem Skizzenbuch vor.Das sind lediglich ein paar Farbübungen,die sich mit Helligkeit und Dunkelheit beschäftigen.
阴 - yin     -Bedeutet: Mond,bewölkt,Schatten,Nordseite eines Berges,Rückseite,heimtückisch,negativ, das weibliche Prinzip in der Natur nach der altchinesischen Philosophie,
阳 - yang  -Bedeutet:Sonne,Gebiet südlich eines Berges,nördlich eines Flusses,konvex,plastisch, hervortretend,irdisch,von dieser Welt,positiv,das männliche Prinzip in der Natur nach der altchinesischen Philosophie.
Wieviel Gutes steckt im Bösen und wieviel Böses im Guten?Gibt ein Rückschlag dir Gelegenheit,voranzukommen?






Sonntag, 11. Januar 2015

Nach der Tat

Warum?Warum so ein Bild als Aufmacher in der FAS?Es wird zwar im begleitenden Artikel erklärt,aber man sollte nicht voraussetzen,dass alle,die das sehen, auch lesen können.


Zwei Tage nach der Schreckenstat gibt es schon Versuche,Ursachen genau zu erklären und Schuld zu verteilen und diese von dem einen auf den anderen abzuwälzen.Von Verschwörung ist die Rede und es wird alles unternommen,um die Menschen zu verunsichern und die Gesellschaft zu spalten.Der Zynismus hat wieder Konjunktur.
Natürlich sind die Muslime Europas entsetzt über das,was in Paris angeblich im Namen ihrer Religion geschah.Sogleich gab es da Stimmen,die ein Komplott gegen den Islam heraufbeschworen haben und die US-Dienste und Israel als Auftraggeber ins Spiel gebracht haben(siehe 9.11).Deswegen sollte, nachdem sich das Entsetzen über diese Tat beruhigt haben wird,den Ursachen und den Zusammenhängen kriminalistisch auf den Grund gegangen werden.Am Besten wäre es,dass die Tat lückenlos aufgeklärt werden wird, damit kein fader Geschmack zurück bleibt.Die Täter sind tot und können zur Aufklärung nichts mehr beitragen.Somit ist die Polizei ganz besonders gefordert,ihre ganze Kraft in diesen Fall zu stecken
Es wird keine leichte Aufgabe sein und ob sich die Zweifler jemals überzeugen lassen werden,glaube ich nicht.Wenn allerdings Muslime sagen,sie könnten sich nicht vorstellen,dass Glaubensbrüder aus ihrer Religion zu solchen Taten  bereit seien,dann sollten sie mal nach Aleppo oder nach Nigeria schauen, um zu sehen,zu was für Taten Menschen fähig sind,egal welcher Religion sie angehören.Steinigen und Köpfen von Ungläubigen oder "Sündern" scheint mir nicht das überzeugende Mittel,Menschen von der Sanftmütigkeit einer Religion zu überzeugen.(Christen mit Geschichtskenntnissen ziehen hier schon mal den Kopf ein und zeigen nicht mit dem Finger auf andere) Alle Religionen der Menschheit sind in ihren Ursprungsideen dem Frieden, der Liebe und der Demut verpflichtet es ist nur das Problem,dass die göttlichen Gedanken und Vorgaben auf  uns Menschen treffen,die wir, als Affentiere, gerade mal vom Baum geklettert sind und in denen noch so viel vom unverständigen Tier steckt.

Freitag, 9. Januar 2015

Achtung!!!Satire!!!


ACHTUNG!!! Die ISLAMISTISCHE PARADIESVERWALTUNG informiert:
Brüder,hört und denkt nach!
Aufgrund der großen Nachfrage in den letzten 40 Jahren sind unsere Resourcen knapp geworden!Ab Stichtag heute werden Märtyrer  nicht mehr umsonst freies Essen und Unterkunft bekommen. Es ist vorgesehen,pro neuem Märtyrer und Tag nur noch 200g Manna auszugeben.Getränke sind von heute an selber mitzubringen!Jeder Neuankömmling wird ab sofort Bezugsscheine für Kleidung und Sandalen bekommen.Interessenten sollten sich, im Vorfeld ihrer Handlungen,die sie hierherführen könnten, bitte genau informieren,ob für ihre Unterkunft genügend Betten zur Verfügung stehen,um eine Warteliste zu vermeiden.Auch sind die Jungfrauen knapp geworden. Es kann für 20 männliche Neueinschreibungen bis auf weiteres nur noch eine Dame zur Verfügung gestellt werden.Märtyrer,die sich dann um ihren Gotteslohn betrogen fühlen sollten,haben aufgrund dieser Benachrichtigung kein Recht auf Reklamation!An der Versorgungslage wird sich voraussichtlich in den nächsten 200 Jahren nicht viel ändern.Wir erwarten sogar ,dass sich die Lage in nächster Zeit verschärfen wird,da noch so viele potentielle Anwärter in aller Welt von falschen Propheten angeworben werden.Wir bitten daher alle Prediger und Mullahs,den Gläubigen "reinen Wein"(pardon) einzugießen und sie auf unsere Probleme aufmerksam zu machen.
Selbstmordattentäter werden nicht mehr aufgenommen.Wir betrachten diese Art der Erreichung des Paradieses als "Erschleichung sozialer Leistungen" und werden Selbstmordattentäter umgehend zurück auf die Erde schicken!
Brüder,wir rechnen mit eurem Verständnis und verbleiben mit freundlichen Grüßen eure PARADIESVERWALTUNG.

 Ps.Auf der Erde sieht es noch stellenweise aus wie im Paradies.Da gibt es all inclusive Hotels,die auch ganz annehmbar sind.Falls wir hier oben wegen versorgungstechnischer Schwierigkeiten schließen müssen,versucht es doch da mal.


Donnerstag, 8. Januar 2015

Charlie Hebdo und das Christliche Abendland



Ich liebe die Freiheit und ich liebe die Satire,ich liebe die Freiheit,satirisch Dinge zu betrachten,die mir absurd erscheinen.Viele Regeln und Gesetze der Eingottreligionen,deren Ursprünge viele tausend Jahre zurück liegen erscheinen mir satirisch betrachtenswert,haben doch diese Religionen mit der Emanzipation des Menschen im aufgeklärten Europa vom überbrachten Gottesbild nicht Schritt halten können oder wollen.Dem Glauben eines Menschen kann man Satire entgegensetzen,darf aber nicht erwarten,dass darüber beim Gläubigen Freude aufkommt."Charlie Hebdo"wusste,mit wem man sich da einlässt und hat es trotzdem gewagt,die Unberechenbaren herauszufordern,vielleicht im Vertrauen auf den Staat,der auch in Frankreich noch das Macht-und Gewaltmonopol beansprucht und unter dessen Schutz die Presse- und Meinungsfreiheit stehen sollte.Dass es Menschen gibt,die sich anmaßen ihre Gesetze selber aus ihrer falsch verstandenen Religiosität und ihrer eigenwilligen Interpretation ihres Glaubens machen zu können ,das wissen Juden,Christen und Moslems gleichermassen und jede Religion leidet auf ihre eigene Weise unter diesen Verleiteten.Die Menschen von"Charlie Hebdo"wurden deren Opfer.
Die Morde von Paris sind für mich nicht die generalisierte Bedrohung des Christlichen Abendlandes,welches schon lange den Zusatz "Christlich"abgelegt haben sollte,sondern sie sind eine Mahnung an alle freiheitsliebenden Menschen Europas,für die Errungenschaft "Freiheit"zu kämpfen und sich durch verbohrte Religionsfanatiker nicht unterkriegen zu lassen.Religionsfreiheit ist vom Grundgesetz garantiert und bedeutet für mich:Religion,ja,wenn's sein muss,jeder soll nach seinem Glauben selig werden - religiöser Fanatismus,nein,ist niemals zu dulden!!!
Es ist Zeit zu reden und aufzuzeigen,dass Freiheit, Demokratie,Rechtsstaatlichkeit und Gleichberechtigung die Pfeiler unserer Gesellschaft sind und dass diese Vorzüge,die wir hier in Europa haben,unser Lebensgefühl bestimmen und ausmachen.Mit Ironie,Sarkasmus und Spott kommen wir aber im Dialog nicht weiter.Wir müssen den Andersdenkenden die positiven Seiten unserer Lebensform zeigen und sie davon überzeugen,sich uns friedlich anzuschließen.
Schade,dass es einen solchen Tag,wie den gestrigen gab,der mich an meine Gefühle erinnerte,die ich hatte,als in New York die Türme fielen und ich wünsche mir,nicht noch mehr von solchen Tagen zu erleben.Das,was gestern in Paris geschah soll uns bereit machen,dafür zu sorgen,dass so etwas nicht wieder geschieht.


  

Freitag, 2. Januar 2015

Chinese Light show



Klassisch,so kitschig wie so vieles was aus China kommt wirkte auf uns die Lichterschau,die man bis übermorgen in Utrecht bewundern kann.Das einzige,was uns wirklich gefallen hat,und was uns an  echte chinesische Momente erinnerte,war das Gedränge und Geschiebe durch den Botanischen Garten von Utrecht,der an normalen Tagen etwa 300 Menschen fassen kann,heute aber mindestens 10 000 Menschen Platz bieten musste.Wir alle erinnerten uns an Spaziergänge am Nationalfeiertag am Bund in Shanghai  und waren uns einig,dass das wohl das einzig wirklich authentische Chinaerlebnis sein wird,welches wir von diesem Ausflug nach Utrecht mit nach Hause nehmen würden.

Essschale mit Stäbchen und Glasnudeln


Moie Flinder


Pandas essen natürlich Bambussprossen.


Der Drache darf auf keinen Fall fehlen,wenn's chinesisch sein soll.


So farbenfroh fing das Neue Jahr an.Zusammen mit -gefühlten-10 000 Holländern bei- gefühlten-          -20°C spazierten wir durch den Park in Utrecht.