Der Name auf der Tüte ist Gold wert.
Heute musste ich mich mal wieder beim Zeitungslesen aufregen.Ganz gegen meiner Gewohnheit schlug ich den Wirtschaftsteil der SZ auf und platzte in ein Zwiegespräch des Herrn Nicolas Berggruen mit einem Herrn Schäfer von der Zeitung.Herr Berggruen ist der selbsternannte,aber gescheiterte Karstadtretter,der vor vier Jahren die Kaufhauskette für einen Euro übernommen hatte.Der Retter jammert heute ganz fürchterlich,dass er so gutgläubig war und dass er,fast bedingungslos ,ohne Entlassungen und ohne Standortschließungen die Firma hatte retten wollen.Nun hat sich aber nach den paar Jahren herausgestellt,dass der Konzern noch tiefer in der Patsche steckt,als vorher und der Herr Berggruen meint,dass das nicht zu vermeiden war,weil er auf die Forderungen von Verdi und des Betriebsrates hatte eingehen müssen.Mit Karstadt hat er leider nur Verluste aufzuweisen.
Der Trick des Herrn Retters war der,dass er das Unternehmen Karstadt im Prinzip ausgeblutet hat, unter anderem,indem er die Rechte für den Namen erworben hatte und Karstadt nun für den eigenen Namen Lizenzgebühren aufdrückte,die ihm in der Zeit etwa 40Millionen einbrachten.Aus der eigenen Tasche hat er allerdings nichts dazu beigetragen,um durch Investitionen in die Struktur des Betriebes, die Geschäfte zum Besseren zu leiten.Jetzt,wo die Sache noch tiefer im Sumpf steckt,verschwindet der Herr und verkauft an einen österreichischen Investor,der mir auch nicht seriöser erscheint.Ich bin mal gespannt,ob er die Rechte am Namen Karstadt mit nach Amerika nimmt.17000 Angestellte der Firma und ca.144 Filialen stehen vor schweren Zeiten!
Auf die abschliessende Frage,ob er jemals noch einmal in Deutschland investieren werde sagte er zynisch:"Wenn ich mich in Deutschland in Zukunft engagiere,dann sicher vor allem im Bereich der Philanthropie.Da liegen mir viele Projekte am Herzen,für die ich mich einsetzen möchte."
Namen von Marken und die Geschäfte damit, sind wohl zur Zeit der große Boom.
Die Firma Addidas zahlt an Manchester United(Fußball)pro Saison 95 Millionen Euro,damit das Markenzeichen auf den "Leiberln" der Fußballspieler steht.
Wer wird hier eigentlich für blöd verkauft?Sind es am Ende gar die begeisterten Fans die gar nicht wissen,welche finanziellen Bewegungen sie mit ihrer Liebe zum Sport auslösen?
Ich werde mir in Zukunft,wenn ich Fußball sehen möchte mal öfters die Bemühungen der Amateure des SC Gröbenzell anschauen.Da werden an die Spieler lediglich Direktorengehälter gezahlt und vielleicht mal ein Bonus bei guter Leistung.
Ein Häuschen am Meer und eine Yacht,mehr wollen sie doch gar nicht,die Investoren.
(Bild Zitat)

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