Donnerstag, 2. April 2015

5-7-5 Frühlingshaikus

Weiße Ostern,Kälteeinbruch, Sturmschäden. Der Frühling verzögert sich scheinbar noch eine Weile und ich frage mich,was kann ich tun,um den Winter zu verjagen.Zufällig fand ich ein Buch mit japanischen Frühlingsgedichten und wenn die nicht helfen sollten,die Kälte zu vertreiben,dann weiß ich auch nicht weiter.Hier also ein paar Kostproben:


Still sitzen,nichts tun.
Der Frühling kommt und ganz von selbst
Wächst das Gras wieder.
(Osho)

Ein Kirschblütenblatt
Taumelt herab,fällt in die
Stille der Berge.
(Tanemura)



Die kleine Sängerin singt das Frühlingslied.

Welch langer Frühlingstag!
Jeder gähnt dem anderen zu
Und geht seines Wegs.
(Natsume Soseki)

Zum Abschluss fiel mir noch ein besonders eindrucksvolles Gedicht in die Finger:

Meiner Mutter Geist
Kehrt nachts zurück und schaut auf
Die Pflaumenblüte
(Nobuko Katsura) 

Ich denke,das wird den Winter nicht wirklich schrecken,es gibt ja so penetrante Typen,die dezente Hinweise nicht verstehen wollen,deswegen hab ich noch schnell ein eigenes Gedicht dieser Art gemacht:

Die Schwiegermutter 
Zeigt mit eisernem Besen
Dem Winter die Tür.



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