Der Watzmann ruft:“Jürgen,besteig mich!Erwandere mich!Erobere meinen schneebedeckten Gipfel!“ Ich lass ihn rufen ,stelle mich taub und folge dem Bergführer Michael,der für mich und ähnlich Beschaffene einen Spaziergang der Kategorie 0,5 geplant hatte.Wir lassen den kalt-weißen Watz links liegen und schreiten mit unseren Sneakers,völlig unbergfreakig ,auf ebenem Weg ,an vielen,von der Kurverwaltung aufgestellten Ruhebänken vorbei wacker voran.Den Weg als unser Ziel betrachtend ist mir jeder Schritt ein kleiner Sieg über den inneren Schweinehund.Ja,ich musste feststellen,das das Laufen hier in der Höhe von Berchtesgaden eine andere, forderndere Betätigung ist,als das sanfte Dahingleiten mit dem e-bike auf der Münchner Schotterebene.
Es wäre übertrieben,von Blut,Schweiß und Tränen zu sprechen doch so ganz federnd sind meine Schritte nicht-ein Wenig Schweiß fließt schon und nach einer Weile tun auch schon die Beine weh,aber das herrliche Wetter und das einzigartige Panorama der Watzmann-Gruppe entschädigen für die Mühen.
Ich habe auf diesem Marsch,am Berg vorbei ,viele Fotos vom Watzmann gemacht und möchte damit an die Bilderserie von Hokusai über den Fuji erinnern, denn der Watzmann ist eben so sehr ein Charakterberg,der nicht nur auf Milchpackungen eine gute Figur macht. M
Freitag, 10. April 2026
Im Frühtau zu Berge
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