Samstag, 18. April 2026

Helmipöllö 5

Als der Helmipöllö aufwacht,verspürt er einen unerträglichen Hunger.Ein Rumpeln,ein Knurren, ein Schmerz in seinem Bauch.Ungewaschen und unrasiert eilt er zum Ausflugsloch seiner Baumhöhle ,denn es erscheint ihm dringend,er muss schnellstens etwas zum Essen erjagen, sofort !Draußen ist Nacht ,aber nicht mehr lange,ein Hahn hat schon gekräht.Er schwingt sich in die Luft und die Jagd beginnt.Er sieht es schon vor sich - das leckere Opfer am Waldboden.Vielleicht erwischt er eine mittelgroße,zarte Ratte oder eine etwas fettere Maus oder vielleicht einen Maulwurf oder,oder,oder…er ist ganz besessen von der Vorstellung von einer tollen Mahlzeit.Doch jetzt ist er schon dreimal erfolglos um die Waldeck geflogen und der Hunger hat um Dimensionen zugenommen.Inzwischen würde er sich mit einem Frosch oder einer Kröte begnügen,wenn es nur etwas zu essen wäre.

Der Helmipöllö startet zur vierten Runde,da sieht er am Boden etwas kleines braungraues liegen -vielleicht eine Haselmaus oder eine Eidechse.Er fährt die Krallen aus und macht sich zum Zupacken bereit - das Opfer bewegt sich nicht-auf leisen Schwingen  -Sturzflug -und ZACK - steht der Helmipöllö bis zum Knöchel in der Hinterlassenschaft vom Waldi - dem Zeug,das Waldis Frauchen immer in die rote Plastiktüte einsammelt - aber heut war Herrchen dran mit Gassigehen.So ein Pech.Total stinksauer und besch…mutzt entfernt sich der Kauz vom erträumten Festessen und eilt in seine Höhle zum Saubermachen.Der Gestank ist fürchterlich und wird den Helmi sicherlich noch ein paar Tage an diesen Misserfolg erinnern,denn Fenster zum Lüften hat die Höhle nicht. 

Die Moral von der Geschichte:Wenn du vor lauter Gier nicht genau hinschaust, dann kannst du leicht mal in der Kacke landen.


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