Freitag, 17. April 2026

Helmipöllö 4


Dem Helmipöllö war es zu fad,immer nur in der Nacht herum zu fliegen und Mäuse zu jagen.Er wollte auch,wie die anderen Raubvögel,der Falke,der Bussard oder der rote Milan am Tag auf die Jagd gehen. Also kroch er aus seiner dunklen Baumhöhle ans helle Tageslicht,breitete seine Flügel aus und flatterte davon.Er hatte jedoch nicht bedacht,das seine empfindlichen Augen beim Sonnenlicht zu sehr geblendet sein könnten und so konnte er nicht richtig kontrollieren,wohin er flog.Ein Kirchturm stand im Weg. Der Helmipöllö knallte in vollem Karacho dagegen und stürzte ab.Völlig benommen und leicht verletzt lag er auf dem Boden am Fuße des Turms und berappelte sich mühsam.Als er wieder zu sich kam,stand ein kleines Vögelchen vor ihm und fragte:“Was ist passiert?Hast du dir wehgetan?Kann ich dir irgendwie helfen?“Heldenhaft sprang der Helmipöllö auf und rief,den Schmerz ignorierend:“Nix passiert!Alles wunderbar!“.Er wollte das kleine Vögelchen so richtig beeindrucken,denn er hatte sich in seinem Schockzustand gewissermaßen schockverliebt.Die Kleine war ja so freundlich,so niedlich und so bunt und er war sich sicher,noch nie etwas Schöneres,Bunteres gesehen zu haben.Da ihn aber das Sonnenlicht so sehr blendete,daß es seinen Augen weh tat,wollte er jetzt aber so schnell wie möglich wieder in seine Baumhöhle verschwinden,auch wenn er noch so gerne bei diesem kleinen,süßen .bunten Wesen geblieben wäre.Er verabschiedete sich,nicht ohne vorher noch gefragt zu haben, ob die Kleine wohl heute Abend für ein Rendezvous am Waldrand für ihn Zeit habe.“Natürlich“ sagte die Kleine „Ich würde mich sehr freuen,dich wieder zu sehen!“.                                                    Als die Sonne unter ging,wartete der Helmipöllö am Waldrand auf das kleine ,bunte Vögelchen und er wartete nicht vergebens.Gut gelaunt kam die Kleine angeflattert.-Doch-was war denn da passiert?Der Helmipöllö sah da so ein kleines graues Ding auf sich zufliegen und er wusste nicht ob es eine Sinnestäuschung war.Hatte er sich denn so sehr geirrt?Seine Herzensdame war doch heute Morgen noch so viel bunter.Mit so einer grauen Maus hatte er nicht gerechnet.Mit so einer wollte er nichts zu tun haben.“Schön,daß du gekommen bist,aber ich muss leider noch einen wichtigen Termin wahrnehmen.Ich ruf dich wieder an.Auf Wiedersehen!“ und er flog auf leisen Schwingen davon.                 Eigentlich war er ja schon mit der Tochter der Eule vom Nachbarbaum verlobt und die hatte bei genauerer Betrachtung viel schönere Grautöne im Gefieder.Auch leuchteten ihre Augen in der Dunkelheit so hell wie die Sterne und ihre Stimme…… und,und,und!Er verstand sich auf einmal selbst nicht mehr.Wie konnte er nur…???

Moral von der Geschichte:Nachts sind nicht nur alle Katzen grau - sondern auch manch bunter Vogel!



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