Mir war nicht klar,ob es unbedingt sein musste,dass ich dieses Tennis-Event gesehen haben sollte.Nachdem ich jetzt selber dort war,finde ich es durchaus erlebenswert,einmal dabei gewesen zu sein.Das ganze tennisverrückte Paris scheint am Morgen um 11 Uhr mit der Metro zum Bois de Boulogne rauszufahren und stellt sich klaglos in die Schlange ,um in das Tennisstadion eingelassen zu werden.Doch es sind nicht nur die Pariser allein sondern auch Tennisfans aus aller Welt,die sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen möchten.Die Spannung enger Ergebnisse ist hier vor Ort viel fassbarer,als zu Hause am Fernsehapparat.Wenn man als Teil des Publikums dann schließlich doch Partei ergreift für die lokale Heldin,dann leidet man mit jedem Doppelfehler und jedem verschlagenem Ball mit und freut sich,wenn es schließlich die Französin ist,die die nächste Runde erreicht (vorausgesetzt,man weiß,dass sich die deutschen Damen auch ganz gut gehalten haben). Eigentlich ist es wie ein großes Fest,vielleicht wie das Oktoberfest nur halt sportlicher und völlig ohne Bierleichen.
Die Grazie,mit der eine Suzanne Lenglen damals die Bälle traktierte wurde hier in Bronze gegossen und begeistert auch heute noch die Tennisfans.
Es sieht so aus,als ob man weit vom Geschehen entfernt wäre,aber die Begeisterung des Publikums vermittelt Nähe und man lässt sich anstecken,jubelnd mit zu klatschen.
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