Sonntag, 31. Mai 2015

Bei Picasso

Das Musee national Picasso-Paris wurde über lange Zeit renoviert und steht seit Herbst 2014 wieder der Allgemeinheit zur Verfügung.Das Museum beherbergt die persönliche Sammlung des Künstlers,die teils aus Bildern anderer Künstler und teils aus Bildern besteht,die der Künstler nicht verkaufen wollte.Der Andrang der Kunstliebhaber war um die Mittagszeit etwas abgeflaut und wir hatten vor jedem Bild schon etwas Zeit um es etwas genauer zu betrachten.Im Museum ist es erlaubt,ohne Stativ und ohne Blitz zu fotografieren.So habe ich mir eine Kleine Sammlung von gleichthematischen Bildern zusammengestellt.


Gitarre


Gitarre


Gitarre


Gitarre


Noch 'ne  Gitarre


Und da hängen noch zwei an der Wand.



Aber es gibt auch eine Mandoline und eine Klarinette,wobei die Mandoline nicht so gut zu erkennen ist, s'is mal so!

Diese  Zusammenstellung ist keineswegs repräsentativ für das Museum aber da ich sicherlich bald wiederkomme ist es ein erster Eindruck für das und von dem,was man hier vorfindet. Ich bin begeistert von dem,was ich heute hier gesehen habe.Deswegen kann man schon noch mal nach Paris fahren!

(Siehe auch Post von 26.10.2014)




Steinzeit an der Porte de Versailles


Wenn Paris nicht zur Steinzeit kommt,dann muss die Steinzeit nach Paris kommen.
Die Entdeckung der Höhlen von Lascaux 1940 hat nicht nur in Frankreich ein großes Interesse an den Bildern der Steinzeitkkünstler geweckt.Picasso soll gesagt haben:Nach den Werken der Steinzeitmenschen an den Höhlenwänden ist alle Kunst Nichts.
Die Höhle von Lascaux musste geschlossen werden,weil die Massen an Menschen,die jedes Jahr dort ihren Besuch abstatteten  Feuchtigkeit und Schmutz hinein gebracht haben und die Bilder langsam zerstört wurden.Deswegen hat man die Höhle an anderer Stelle nachgebaut und damit ein Vorbild für andere Steinzeithöhlen geschaffen.So hat man die Höhle von Chauvet,die erst 1994 entdeckt wurde,sogleich 1:1 Nachgebildet und so,als "Fake" der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Ausstellung in Paris ist durchaus sehenswert.Die Bilder der Steinzeitjäger sind auf nachgebildete Gips- oder Kunststoffwände aufgemalt und es gibt sehr gute Erklärungen dazu.

Die Umrisse der Tiere wurden mit Steinwerkzeugen in die Höhlenwände geritzt.


Bisons und Pferde waren die Objekte der Begierde zur Steinzeit-Zeit,


deswegen hat der Jäger sie so schön an seine Wohnzimmerwand gemalt.


Diese schwarze Kuh war wohl der Star unter den Tieren.


Hirsche schwimmen durch einen Fluss

(Am 20.07.2014 habe ich schon mal etwas über Höhlenbilder gepostet)


Samstag, 30. Mai 2015

Unter den Brücken und über den Dächern

Melodie der Woche



Unter den Brücken ist die Akustik vielleicht besser und es ist störungsfreier,als über den Dächern von Paris.Trotz einiger Ungenauigkeiten wage ich die Veröffentlichung,weil ich glaube,besser wird es nicht und auf die nächste Sirene und das Tatütata des nächsten Polizeieinsatzes möchte ich nicht warten,denn wir müssen jetzt los.Auf, zur Porte de Versailles!

Freitag, 29. Mai 2015

Spaziergang durch das Opernviertel

Im Palais Royal kannst du Kunst umsunst besichtigen,


und froh sein,dass die Tauben nicht auf deinen Kopf fixiert sind.


Die tollsten Rosen blühten für den König,in weiß


und rot.


Die Formen der Früchte


finden wir überall in der Natur wieder.


Der Garten des Palais Royal ist ein Fest Für die Sinne und du wünschst dir,du hättest drei Nasen.


Ansonsten sind die Portale im Quartier eher abweisend.


Doch ganz Paris träumt ja von der Liebe


und das Liebeslied der Grande Nation wird auf der Mandoline gespielt.
(Diese hier wurde aus einem Stahlhelm des "Großen Krieges"angefertigt soll aber einen weichen Klang haben!))


Donnerstag, 28. Mai 2015

Fondation Louis Vuitton

Ein Beispiel moderner Architektur ist das Gebäude der Fondation Louis Vuitton (FLV) im Bois de Boulogne.Wie es sich gehört,sind die Meinungen über dieses Gebäude sehr unterschiedlich.


Die Hinter(n)seite

Bei der Anfahrt an das Gebäude der FLV von der Avenue de la Grande Armee nähern wir uns der Sache scheinbar von hinten,denn ich finde,dass diese Ansicht einem Entenhinterteil ähnelt und dann schwimmt das alles auch noch auf dem Wasser.Wohlmeinendere Betrachter fühlen sich vielleicht an eine Arche erinnert wobei meine Erinnerungen an die Arche eher verblasst sind.Von der Seite sehen wir ein paar große aufgeblasene Segel oder Bettücher,die das Schiff aber eher rückwärts bewegen.

Vor dem Eingang steht eine lange Menschenkette,die sich am Kartenschalter anstellt und nur sehr zögernd bearbeitet wird.Deswegen gehen wir erstmal um den Bau herum und ich mache noch einige Fotos.


Als wir zurück zum Eingang kommen,hat sich die Schlange aufgelöst und wir beschließen ,uns die Sache auch mal von innen an zu schauen.




Interessante Durchblicke durch die Aussenhaut auf den Eiffelturm und auf La Defense.
Vom Tierpark hat man dann einen guten Blick auf das ganze Gebäude.


Und als  die Morgennebel steigen kann man die Schönheit der Architektur erkennen. 

Facit:Viel Schale,zu wenig Kern.

Blick aus dem Fenster

Dächer-Haiku


Was macht die Sonne?
Sie malt golden die Dächer,
Wenn der Abend kommt.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Am Kanal - fluctuat nec mergitur


Am Canal St.Matin entlang fahren wir mit dem Fahrrad bis Villette,wo wir die neue Philharmonie anschauen wollen.Unterwegs kommen wir an verschiedenen Schleusen des Kanals vorbei,in denen die Schiffe schon etwas ins schleudern kommen ,aber in beiden Fällen geht die Sache gut.Die Philharmonie ist zwar schon eingeweiht,aber noch nicht fertig gebaut und in einigen Stockwerken ist bereits Betrieb.Ein aufmerksamer Wachmann verhindert,dass wir in die Konzerthalle mit den Fahrrädern hineinfahren.Die Philharmonie hat einen Musikerziehungs-Bereich in dem schon lebhaft musiziert wird. Es ist erstaunlich,dass sich die Musikklassen der Kinder fast ausschliesslich aus Kindern afrikanischer oder chinesischer Familien zusammensetzen.Paris scheint ja ein riesiger Schmelzkessel aller Menschen der Welt zu sein.Was für eine Chance!

Das Schiff fährt in die Schleuse rein


Jetzt ist es drinne,


Die Tür geht auf und


Es verschwindet im Tunnel,aus dem es erst an der Seine wieder herauskommt.


Die neue Philharmonie

Dienstag, 26. Mai 2015

Roland Garros 2015


Mir war nicht klar,ob es unbedingt sein musste,dass ich dieses Tennis-Event gesehen haben sollte.Nachdem ich jetzt selber dort war,finde ich es durchaus erlebenswert,einmal dabei gewesen zu sein.Das ganze tennisverrückte Paris scheint am Morgen um 11 Uhr mit der Metro zum Bois de Boulogne rauszufahren und stellt sich klaglos in die Schlange ,um in das Tennisstadion eingelassen zu werden.Doch es sind nicht nur die Pariser allein sondern auch Tennisfans aus aller Welt,die sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen möchten.Die Spannung enger Ergebnisse ist hier vor Ort viel fassbarer,als zu Hause am Fernsehapparat.Wenn man als Teil des Publikums dann schließlich doch Partei ergreift für die lokale Heldin,dann leidet man  mit jedem Doppelfehler und jedem verschlagenem Ball mit und freut sich,wenn es schließlich die Französin ist,die die nächste Runde erreicht (vorausgesetzt,man weiß,dass sich die deutschen Damen auch ganz gut gehalten haben). Eigentlich ist es wie ein großes Fest,vielleicht wie das Oktoberfest nur halt sportlicher und völlig ohne Bierleichen.


Die Grazie,mit der eine Suzanne Lenglen damals die Bälle traktierte wurde hier in Bronze gegossen und begeistert auch heute noch die Tennisfans.


Es sieht so aus,als ob man weit vom Geschehen entfernt wäre,aber die Begeisterung des Publikums vermittelt Nähe und man lässt sich anstecken,jubelnd mit zu klatschen.




Donnerstag, 21. Mai 2015

Lokführerstreik


Ein wunderschönes Bild.Ein fahrender Zug!Volldampf voraus!!

Na so was.Ausgerechnet zu Pfingsten müssen sie streiken,wenn alles in Urlaub fahren will.Ich glaube,die machen das extra.Nur um mich zu ärgern.Dabei fahre ich äusserst selten mit der Eisenbahn.Höchstens ab und zu mal mit der S-Bahn.Ansonsten bin ich eher mit dem Fahrrad unterwegs und bin somit abgenabelt vom Bahnverkehr.Nur jetzt an Pfingsten wollte ich wegfahren und muss nun mit dem Auto über die verstauten Autobahnen meinen Weg finden.
Es gibt ja ohnehin nur noch Baustellen auf den Strassen und nun kommt zu den normalen Staus auch noch der Urlauber- und Bahnstreikausweichurlaubsautoverkehr dazu.Dieser Stau "Pfingsten 2015" wird wohl in das Guinness-Buch der Rekorde eingehen und ich kann heute schon sagen:"Ich war dabei!Ich hab es miterlebt!"
Da ich ja schon lange weis,wie es kommen wird,habe ich mir schon Vorräte an Getränken und Dauerwurst zugelegt und nehme meinen Schlafsack und mein kleines Kissen mit.Frisches Brot und Zitronen(Vitamin-C wegen Skorbutgefahr bei längeren Reisen) kaufe ich erst kurz vor Fahrtbeginn.Die ADAC Versorgungsrationen und die Wärmedecke,die der gelbe Engel mir ins Auto reichen wird ,werde ich unangebrochen und unbenutzt mit nach Hause nehmen und als Erinnerung und als Beweis aufheben,dass ich dabei war.Vielleicht kann ich die Sachen auch später bei Ebay für einen angemessenen Preis versteigern oder an meine Kinder vererben.
Irgendwie freu ich mich schon auf morgen!Danke Herr Brizilski oder Brosulski  oder Kotzbrocksky,ich liebe sie!!!


Da bleibt einem doch die Spucke weg!


Mittwoch, 20. Mai 2015

Melodie der Woche

The Rock of Bawn

Come all you loyal heroes and listen on to me,
Don't hire with any farmer 'till you know what your work will be,
you will rise up early in the morning from the clear day till the dawn
And you never will be able for to plough the rocks of Bawn.

Da gibt es noch vier weitere Strophen,jede mit ähnlicher Botschaft.Meine Interpretation ist:Lass dich auf keinen Deal ein,wenn du nicht weißt,was hinterher herauskommt.Die Felsen von Bawn zu pflügen,das wird wahrhaftig kein Vergnügen sein! Der,der dieses Lied schrieb,wünscht sich in der letzten Strophe sogar,dass er lieber in den Krieg ziehen würde,als diese Felsen zu bearbeiten.Drum prüfe,wer sich bindet!

Dienstag, 19. Mai 2015

Päonienblüte (5)

So,das ist jetzt die letzte Folge der Päonien-Beobachtung.Sie steht unter der Überschrift:"Alles Schöne hat auch mal ein Ende!" oder "sic transit gloria mundi".Im Verfall ist die Päonie eigentlich nicht mehr so schön anzusehen und der Abbau der Blüte wird hier noch durch Nässe und Kälte beschleunigt und unterstützt.Die großen hellrosa Blätter fallen ab und es bleibt der Fruchtstand stehen,aus dem dann später die Samen herausfallen.Die Päonien Blütezeit ist aber damit nicht zu Ende.  Es blühen parallel dazu noch weitere dieser Pflanzen in unserem Garten,weisse und gelbe,und bald werden dann auch die normalen Pfingstrosen erblühen,sodass wir uns sicherlich noch ein paar Tage an den "Frühlingsköniginnen"erfreuen können.





 Ein paar Tage werden diese weissen Blüten noch zu sehen sein.