Sonntag, 10. April 2016

J's Tierleben : Die Ölsardine

Suchst du sie in den einschlägigen Tierlexika,dann wirst du sie nicht finden:Die Ölsardine.
Diese Tierart gibt es etwa seit 130 Jahren,seit die Konservendose, in Amerika zuerst ,zu dem Zweck benutzt wurde,pazifische Sardinen ,in Öl eingelegt, haltbar zu machen.Die Heimat der Ölsardine,nämlich die Büchse, ist ihr Sarg zugleich,denn Wanderbewegungen,wie sie die Sardinen in freier Wildbahn unternehmen,sind der Ölsardine nicht vergönnt.Ihr einziger Trost ist,dass sie in ihrem öligen Umfeld nicht einsam schwimmen muss,sondern meistens 4-8 Artgenossen mit ihr zusammen das Habitat teilen.Diese Tierart war noch bis vor kurzem vom Aussterben bedroht,doch seit der Einführung der Jahrgangs-Sardine und der Verschönerung der Sardinenbehausung vermehrt sie sich wieder rasant.Portugal und Spanien,aber auch Bereiche der französischen Atlantikküste sind Aufzuchtgebiete der neuen Generationen,die nun nicht mehr nur in Öl,sonder in den verschiedensten Gewürzsoßen schwimmen dürfen.Hatte man früher noch Schwierigkeiten beim Öffnen der Sardinendosen,weil die sog.Büchsenschlüssel brachen,so hat man heute,beim Befreien der Fische leichtes Spiel:man braucht nur an einem Ring zu ziehen,der Deckel geht auf und schon springen sie heraus(wenn man die Büchse schief hält).



Die Sardine ist das neue touristische Wahrzeichen Portugals.





Der Ölsardine hat man inzwischen die hübschesten Herbergen geschaffen(s.o.)


Ich bevorzuge es allerdings,die frisch aus dem Meer gezogene Sardine gegrillt  zu mir zu nehmen.




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