Wenn heutzutage ein Thema ausgelutscht ist und selbst beim interessierten Bürger Langeweile und Müdigkeit entsteht,dann heißt es:"Themawechsel!"
Römer und Germanen ,das war einmal und alle wissen Bescheid.Der Limes ist abgelatscht und die alten Römerstädte wie Köln und Trier sind wieder auf ihre Grundkompetenzen, Kölsch und Moselwein, reduziert.Jetzt sind die Kelten dran.
So,wie dieser Hügel sah wohl das Fürstengrab am Glauberg bei seiner Entstehung aus.
Der Hügel wurde an der ursprünglichen Stelle rekonstruiert.
(Grab mit fürstlicher Aussicht)
Seit einiger Zeit ist es allerdings Mode geworden,archäologisch etwas tiefer zu graben,als bisher und siehe da,man stößt an vielen Orten in Deutschland auf keltische Spuren,die bis zu 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung entstanden sind.Aus diesen "neuen" Beständen können die Wissenschaftler uns sicherlich schon bald ein stimmiges Bild entwerfen,wie diese Menschen gelebt und gearbeitet haben.
In Manching,bei Ingolstadt befindet sich ein Keltenmuseum,dessen bedeutendstes Ausstellungsobjekt ein im Jahr 1999 entdeckter Goldschatz ist.Darüber hinaus informiert die Sammlung über das Handwerk und die bäuerliche Kultur der Zeit vor der römischen Besiedlung.(Ein Abstecher von der Autobahn lohnt sich!5 Minuten)
Fürsten-Standbild
Dieser Berg ist seit Jahrtausenden besiedelt,was durch Funde aus dem Neolithikum bestätigt ist.Die keltischen Gräber,die in der Nähe des Berges im Jahr 1987-1988 entdeckt und ausgegraben worden sind machen deutlich,dass die Siedlung auf diesem Berg zur Keltenzeit sehr bedeutend gewesen sein muß.Es wurden Fürstengräber gefunden,die nahezu unversehrt und mit reichen Grabbeigaben versehen waren.Besondere Ausstellungsstücke sind goldener Schmuck und Waffen der kriegerischen Fürsten und ein Standbild eines Fürsten in Lebensgröße aus Sandstein.Dieser Fund war eine Sensation und wurde weltweit sehr beachtet.
Eine Sensation ist meiner Ansicht nach auch der Bau des Museums am Glauberg,denn es besteht aus einem eisernen Quader,der in den Hang des Berges eingepasst wurde.Durch die riesige Glasfront hat man eine herrliche Aussicht auf die bergige Landschaft der nördlichen Wetterau und im Museumscafe gibt es einen guten Cappuccino.Ein Besuch ist auf jeden Fall empfehlenswert.
In der Glasfront spiegelt sich der Himmel,vor dem die Kelten Angst hatten,dass er ihnen auf den Kopf fiele.





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen