Freitag, 8. Januar 2016

"Nichtakademische" Kunst im Folkwang Essen


"Der Schatten der Avantgarde"und mit dem Untertitel "Rousseau und die vergessenen Meister" findet im Folkwang-Museum in Essen eine Sonderausstellung statt.Wer meinen Blog verfolgt, wird festgestellt haben,daß mein Interesse gerade den Vergessenen und den zu Unrecht nicht beachteten Künstlern gehört und kann sich denken,dass der Titel dieser Ausstellung mich nach Essen gezogen hat.
Rauchender Mann von Bill Traylor

Ich mache von Vornherein aus meiner Enttäuschung keinen Hehl,denn was ich in Essen sah war (bis auf Rousseau) fürchterlich.
Ich gestehe jedem Menschen das freie Recht zur Selbstverwirklichung zu und ich weiß,dass die museale Kunst doch meist "akademisch" zu sein hat.Auch bin ich mir sicher,dass die Auswahl der Superstars des Kunstbetriebes von einflussreichen Galeristen und Museumskuratoren getroffen wird und werden muß,denn es ist schier unmöglich,alle Künstler,die mit ihren Ideen Leinwände und Bildgründe füllen in gerechter Weise in öffentlichen Galerien und Museen auszustellen,aber die Maler,die die Kuratoren für diese Ausstellung ausgesucht haben ,hätte man besser im Schatten stehen lassen und sie nicht ins Essener Schlaglicht zerren sollen.Wenn jemand fragt:"wie hat dir denn die Ausstellung gefallen?"und die Antwort ist:"Sie war interessant!"dann umschreibt diese Antwort meist höflich die Wirklichkeit.Ich fand,dass die meisten dieser hier gezeigten Gemälde es noch nicht einmal handwerklich rechtfertigen,dass man diese Hobbykünstler "Meister" nennen kann.Sollte es sich bei diesen ausgestelltenBildern allerdings darum handeln,dass hier Menschen durch künstlerische Beschäftigung irgend eine Psychose abarbeiten wollten,dann hätte man der Ausstellung ein anderes Thema geben müssen,vielleicht eines,in dem auch das Wort "Schatten" verwendet werden dürfte.

Ohne Titel vonMartin Ramirez

   Wir haben uns jedenfalls noch ausgiebig die Ständige Ausstellung des Folkwang-Museums angesehen und gingen dann doch noch einigermaßen zufrieden nach Hause.
Am Wochenende ist die Ausstellung zu Ende und wer sie dennoch sehen möchte,dem sei gesagt,dass der Winter mit Schnee und Glatteis droht und daß das Rote Kreuz und der ADAC alle warmen Decken schon nach Berlin gebracht hat,wo der Frost schon länger wütet.

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