Vor dem Tatsch Mahal
Alle Welt wundert sich über die seltsamen Verhaltensweisen von Touristen - vor allem,wenn sie nicht dem jeweils eigenen Kulturkreis angehören.So ist es durchaus üblich,dass man sich über die deutschen
Urlauber lustig macht,wenn sie alle freien Liegestühle am Hotelpool mit ihren Handtüchern belegen.Genauso amüsant scheint es zu sein,wenn betrunkene Engländer in ebendiesen Pool pissen,um es den Hunnen heimzuzahlen.Der Chinese steigt zur Freude seiner Kritiker auf die Klobrille,um sein Geschäft zu erledigen und der Japaner singt auf der Toilette,damit andere,peinliche Geräusche übertönt werden.
Auf der Mauer
Seit einiger Zeit ist es für den amerikanische Touristen ein gewisser Zwang,sich beim Besuch der Tempel von Angkor Wat seiner Kleidung zu entledigen und sich nackt vor den Ruinen fotografieren zu lassen oder ein Selfie zu schießen.Viele Trends kommen ja aus USA und ich hoffe,dass das nicht nur der Anfang eines neuen Touristenverhaltens ist und dass wir schon bald lauter Nackedeis vor und hinter dem Weltkulturerbe beim Fotografieren beobachten können.Im Augenblick verhalten sich die offiziellen Behörden noch recht restriktiv.Man liest,dass die kambodschanischen Tempelwächter sehr empört reagierten,weil sie meinten,das hier ein Heiligtum entweiht werden könnte.Die werden sich schon bald beruhigen,denn Tourismus bringt schliesslich Geld ins Land und schafft Arbeitsplätze.Irgendwann wird es ganz normal sein,wenn man sich zum Gruppenfoto hüllenlos vor den Eiffelturm stellt.In freudiger Erwartung Grüße aus dem Kölner Dom.
Vor dem Dom
(Quelle zum Post:SZ,Panorama 9.2.2015,Nacktfotos im Tempel)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen