Donnerstag, 5. Februar 2015

Disharmonie

Philharmonie-Pläne für München


Gasteig München und Volksbad

Seltene Harmonie herrscht bei den Großkopferten der Landesregierung und der Stadt München,wenn es um die Philharmonie in München geht.Ein Neubau für ein weiteres Konzertgebäude  wird scheinbar nicht in Erwägung gezogen.Wahrscheinlich hat man Angst,dass die Fertigstellung erst im Jahre 2099 sein wird und dass die Kosten bis dahin sich verhundertfacht haben werden.Den Politiker schrecken scheinbar  die Vorgänge um den Berliner Flughafen oder die Hamburger Elb-Philharmonie.


Fischköpfiger Größenwahn(Aus Münchner Sicht)

Da will wohl keiner mehr sein Gesicht verlieren. Dass man so etwas vernünftig planen könnte,scheint weder dem Herrn Seehofer noch dem Münchner Oberbürgermeister als Möglichkeit in den Sinn zu kommen.Deswegen wurde vorgeschlagen,das Gebäude am Gasteig entweder abzutragen und neu zu bauen oder das bestehende Gebäude zu entkernen und neu einzurichten. Endgültige Planung? - unbekannt,Baubeginn?- unbekannt,Fertigstellung? - unbekannt,Kosten der Massnahmen? - unüberschaubar!Doch unverzagt!Auch hier gibt es genügend Möglichkeiten,Fehler zu machen und Geld in den Sand zu setzen.


Ein Neubau in München muss sich ja nicht mit der
 "Walt Disney Concert Hall"in Los Angeles messen.

Während des Umbaus der Konzerthalle hat die Stadt keinen "standesgemäßen"Konzertsaal und eventuell stattfindende Konzerte müssten in der "Zigarrenkiste"Herkules-Saal oder im Zelt stattfinden.Das scheint mir ein unhaltbarer Zustand zu sein,vor allem,weil man ja nicht weiss,wie lange die Bauphase dauern wird.


Auch die Konzerthalle von Sidney muss nicht unbedingt als Vorbild herhalten!

Das Hauptargument der Politiker gegen den Bau eines weiteren Konzertsaals ist,dass das Publikum für klassische Konzerte langsam ausstirbt.Das ist zumindest zweifelhaft und es gibt Stimmen,die eher das Gegenteil behaupten und ausserdem,wer sagt denn,dass in diesen heiligen Hallen nur Mozart, Beethoven &Co ans Volk gebracht werden darf.Paris hat mit dem Bau seiner neuen Philharmonie ein Zeichen gesetzt.Aber München ist ja noch lange keine Weltstadt und nur eine kleine Kulturstadt,eher eine Fußballstadt mit dem "besten Verein der Welt"!. Vielleicht wäre irgendwo noch Platz für ein drittes Fußballstadion,damit die Sechziger auch eine Heimat haben.Davon wäre die Politik sicher schnell zu überzeugen.Aber wer wird sich denn in kulturellen Dingen, mit Hamburg,Los Angeles,Sidney oder Paris vergleichen wollen?...Die Ammis sind doch protzig,die Aussies stehen sowieso auf dem Kopf,die Nordlichter sind doch größenwahnsinnig und die Pariser-- : "Die spinnen doch,die Gallier!"


Die Philharmonie in Paris ist ein Beweis,dass Großprojekte fertiggestellt und in Betrieb genommen werden können,auch wenn sie noch nicht ganz fertg sind.



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