Dienstag, 2. Dezember 2014

Münchner Stadtmuseum:Ab nach München

Ab nach München
Marianne von Werefkin"der Tänzer Sacharoff"

Frauen hatten in der Kunst immer einen schweren Stand.Im Stadtmuseum in München findet zur Zeit eine Ausstellung statt,die die Rolle der kreativen Frau um 1900 beleuchtet.Die Kunstakademien waren für Frauen nicht zugänglich und es war unmöglich,als malende Frau in irgendwelchen Galerien oder Museen einen Platz an den Wänden zu bekommen,es sei denn sie wären das gemalte "Objekt".
Machosprüche gaben die Möglichkeiten für Frauen vor, wie beispielsweise der,aus dem "Simplizissimus:"...Es giebt zwei Arten von Malerinnen:die einen möchten heiraten und die anderen haben auch kein Talent."Die allgemeine Auffassung war,dass Frauen talentlos seien und unfähig,selbständige Werke zu schaffen.

Gabriele Münter"Hof mit Wäsche"

Ab der Jahrhundertwende wollen immer mehr Frauen beweisen,dass sie Kunstwerke erschaffen können,die denen von Männern ebenbürtig sind.Die Ausbildung erhielten sie meist in privaten Malschulen,wie der in Dachau und an der "Damen Akademie" in München.
Ab Anfang des 20.Jahrhunderts finden wir Malerinnen wie Käte Kollwitz, Paula Moderson,Marianne von Werefkin,Gabriele Münter und viele andere ,die uns mit ihren Werken erfreuen.Jedoch im Handel und in den Museen dauerte es noch eine lange Zeit,bis Malerinnen bei Galeristen und Kuratoren Gnade fanden.Vorbehalte gegen Frauen in der Kunst gibt es bis heute.Georg Baselitz spricht Frauen generell die Fähigkeit ab,gut zu malen.Da hilft nur die Einrichtung einer Quote an der Museumswand und auf jeden Fall der Zwangsbesuch der Ausstellung "Ab nach München" im Stadtmuseum in München für alle Galeristen und Kuratoren deutscher Museen.
Ich empfehle den Gang in's Stadtmuseum aber auch allen,die sich vor Weihnachten in München aufhalten und die Zeit vor dem ersten Glühwein sinnvoll nutzen möchten.

Paula Moderson"Elsbeth"

(Die Bilder habe ich willkürlich ausgesucht und haben mit der Ausstellung nichts zu tun.)

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