Montag, 24. Februar 2014

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FAS vom 23.2.2014
Im Feuilleton auf Seite 41 finde ich zwei lesenswerte Artikel.Der eine befasst sich mit dem Fall des Herrn Edathy und mit der Art und Weise,wie die Öffentlichkeit damit umgeht,wenn Halbwahrheiten oder noch nicht belegbare Beschuldigungen als Anklageschriften in den Zeitungen stehen.Es wird festgestellt,dass zuallererst die Unschuldsvermutung angenommen werden sollte,aber durch die Veröffentlichung der eventuellen Anklage bereits eine Vorverurteilung des Verdächtigen stattfindet,wodurch dessen soziale Existenz vernichtet werden könnte(außer bei Uli Hoeneß).
Welche Rechte hat der Verdächtigte und wer schützt ihn vor der "Lynchjustiz" bzw.vor dem "gesundenVolksempfinden"?Der Autor Volker Rieble kritisiert hier zurecht den Staat,der es zulässt,dass Untersuchungsakten an die Öffentlichkeit gelangen und dadurch den verdächtigten Personen Schaden entstehen kann,der nicht wieder gut zu machen ist.
Nach dem Verkauf von Whatsapp an Facebook machen sich die Menschen wieder vermehrt Gedanken über die digitale Zukunft."Es ist ein Vermögen wert,zu wissen,welche Menschen auf welchen Umlaufbahnen aneinander vorbei schweben,um miteinander Kontakt aufzunehmen".
In seinem Artikel "Good bye,Erde" philosophiert Frank Schirrmacher interessant und eloquent  über unsere kulturellen Abhängigkeiten von den Netzwerken wie Google und Facebook.Er stellt, unter anderem, heraus,das bei Facebook die Mitglieder zukünftig zwischen 50 verschiedenen Geschlechtsangaben wählen können,und fragt sich,was das für die künftigen Vernetzungen sozialer und wirtschaftlicher Art zu bedeuten haben könnte.Zitat:"Wer sich beispielsweise zur Trans_Person erklärt,wird folgerichtig zum,"Es",das eine Freundschaftsanfrage verschickt.Während in Deutschland gerade eine Debatte des 19.Jahrhunderts über Homosexualität geführt wird, ist die mächtigste Identitätsmaschine des Erdballs bereits in der Zukunft."Da braucht sich doch niemand mehr zu outen,wenn sowieso schon alle alles wissen.

Mein Maskenschnellschuß aus Mettmann:

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