Mittwoch, 23. April 2014

Imagine there`s a heaven

Neulich,beim Ausfüllen meiner Steuererklärung hatte ich unter der Rubrik KIRCHENSTEUER EVANGELISCH folgende Gedanken:

Imagine there`s a heaven

Stell dir vor,es gibt einen Himmel
Und sein Tor wäre immer offen,
Für jeden Menschen,
Egal ob immer besoffen
Egal,ob Zuhälter oder Aufsichtsrat,
Egal ob Penner oder Mann der Tat,
Egal,ob Mann,ob Frau.
Stell dir vor,man nähme es da überhaupt nicht genau,
Ob du der Papst warst oder ein schlimmer Sünder,
Ob du Männer geliebt hast,Frauen oder Kinder.
Es kämen hinein auch alle Diebe,
Mörder und die Damen der käuflichen Liebe,
Sogar so Leute, wie du und ich
und alle anderen Psychopathen sicherlich
und alle zusammen setzten sich
mit dem Lieben Gott an einen Tisch
Und der den wir Gott nennen freute sich
Mit uns allen,wie ein Kind,
Weil da im Himmel alle so fröhlich beisammen sind.
Der einzig Traurige dann der Teufel wär`,
Der ständ ganz allein da,denn die Hölle wär leer.
Doch weil er sich wünscht,alle sollten lustig sein,
Läd Gott auch noch den Teufel in den Himmel ein.
Das Jüngste Gericht fällt daher leider aus,
Gott gibt für alle `ne Party in Saus und Braus.

(und das Ganze gesponsort mit meiner Kirchensteuer)


Die Wohnung eines Gottes auf dem Himmelsberg in Shandong




Mittwoch, 16. April 2014

Mustard Seed Garden(Zeichen der Woche 4)

MUSTARD SEED GARDEN


Das Buch Senfkorngarten ist ein Manual mit Anleitungen zum Zeichnen und Malen von Pflanzen und Tieren.Die traditionelle chinesische Kunst ist u.a. geprägt  von Stereotypen,die je nach individueller "Handschrift"veränderbar sind.So gehört das Malen z.B.von Bambus mit zur Grundausbildung eines Künstlers und auch Bilder von Päonien,Chrysanthemen,und Lotusblüten sind Standartthemen im chinesischen Kunstschaffen.Natürlich hat das in der Modernen Chinesischen Kunst nicht mehr dieselbe Bedeutung, aber es gibt sie noch,die Traditionalisten,auch wenn sie nur noch Bildrollen für die Touristen herstellen. 


jie zi yuan(Senfkorngarten)

CHRYSANTHEMEN THEMA






DIE CHRYSANTHEME IST DIE PFLANZE DER HERBSTLICHEN JAHRESZEIT

Den neunten Monat des Mondjahres nennt man den Chrysanthemenmonat.Überall fallen die Blätter,aber in den Gärten sorgt die Chrysantheme für den letzten Blütenrausch vor dem Winter.Diese Blume ist das Symbol für langes Leben.Der Wein,der aus ihren Blüten hergestellt wird soll das Leben verlängern.



Sonntag, 13. April 2014

Evidence,AI WEIWEI

Besuch der Ausstellung im Gropiusbau.


Wanderer kommst du nach Berlin,so solltest du,wenn du Zeit hast (bis zum 7.7.)zum Gropiusbau pilgern und dir die Ausstellung "Evidence" von Ai Weiwei anschauen.Komm aber nicht vor 13 Uhr dorthin,denn dann stehst du in einer fast endlosen Schlange,die sich aber gegen Mittag auflöst,wodurch die Wartezeit dem Ausstellungseindruck gegenüber angemessener erscheint,.
Ich war dort und ich war nicht enttäuscht,aber auch nicht sonderlich überrascht.Es war eher das Erwartete,denn ich kannte den Künstler ja schon aus Kassel und aus München und die Berliner Ausstellung erschien mir als ein Neuaufguss des Bekannten.Ein mir noch neues Element war die Photosequenz der Kulturdenkmäler dieser Welt,wie der Markusdom in Venedig oder der Eiffelturm ...mit dem ausgestreckten Mittel(Stinke)finger des Weiwei.Wenn man dem Hinweis auf dem Begleitschreiben Bedeutung zugestehen möchte,so will der Künstler uns die Ehrfurcht vor den Ikonen der Kultur austreiben.Deswegen sieht meine Reaktion auf diesen Hinweis SO aus:


Die Ehrfurcht vor den Ikonen des Kulturbetriebes möchte ich dem Leser mit diesen Bildern zur Disposition stellen,was vielleicht auch im Sinne des Ai Weiwei sein mag.
Für mich war das Highlight der Ausstellung ein Block aus Ziegelsteinen,Beton und Holzbettrahmen,zu dem der Künstler die Schuttmenge seines von der Polizei abgerissenen Ateliers zusammengefügt hat.Diesen Block und seine Geschichte finde ich bemerkenswert für eine Künstlervita in einem totalitären Staat.Eine Geschichte von Duldung und Verbot.



Sonntag, 6. April 2014

Zeichen der Woche(3) Ai Weiwei


Als Zeichen der Woche habe ich die Schriftzeichen des Namens des chinesischen Künstlers Ai Weiwei  ausgesucht,dessen aktuelle Ausstellung zur Zeit in Berlin zu sehen ist.Die Zeitungen sind voll mit Hinweisen und Kommentaren und auch im Fernsehen kann man sich nicht retten vor Beiträgen.Ai ist der Deutschen liebster Chinese,vielleicht,weil er den Mut und die Ausdauer hat,den Widrigkeiten einer totalitären Staatsmacht zu trotzen.Ai nennt seine Objekte"Beweisstücke aus der Welt des Misstrauens"
Hier einige Schlagworte:
Die ZEIT sreibt:
-  Wenn aus Folklore Kunst wird...
-  Ein Künstler des Widerstandes,der sich nicht brechen,nicht verbiegen lässt...
-  Kunst,die erschütternd beruhigend wirkt...
-  Er liebte den Aberwitz und das Unabsehbare,doch wer jetzt seine Ausstellung in Berlin besucht,ist            -  vor Überraschungen sicher...
-  Selten war seine Kunst didaktischer,selten so bekömmlich...

Die SÜDDEUTSCHE schreibt:
-  Warme Worte für den Künstler von Ministerin und Kollegen:Ai Weiwei ist ein"Symbol"für den  -  ----  "Widerstandsgeist"der Kunst...
-  Alle Kunst ist politisch...
-  ...viel zu eindeutig und banal...zu hoffen bleibt,dass Ai künftig dem westlichen Publikum wieder mehr -  abverlangen wird als einen wohligen Schauer und etwas Mitleid...

Die FRANKFURTER ALLGEMEINE schreibt :
-  Die Dinge im Museum der Schande...
-  ...ein Held,der sich nicht einschüchtern lässt und dessen Kunst von der Verteidigung des Einzelnen,    -  seiner Identität und Freiheit gegen den Staat handelt...
-  Hinter jedem Objekt der Ausstellung verbirgt sich ein Politikum...
-  ...in der Kollision zweier Wertvorstellungen tötet westlicher Hochglanz fernöstliche Patina...

Was auch immer darüber geschrieben steht---am Besten ist,sich selbst ein Bild davon zu machen und nach Berlin zu fahren......and so do I...

mein Plakat für die Ausstellung.


Donnerstag, 3. April 2014

ZEICHEN DER WOCHE(2)


 Eßstäbchen(chopsticks)kuai zi.


Messer und Gabel sind bis heute in China eher ungewöhnliche Werkzeuge bei Tisch.Man bedient sich zweier Bambusstäbchen,um das Essen zum Mund zu führen.Es ist ein höllisches Vergnügen für den so geschickten Chinesen,die Langnase beim Gebrauch dieser Stöcke scheitern zu sehen.