Dienstag, 21. März 2023

Melodie des Monats (2)



 Die Gedanken sind frei.

Ein Thema,das seit Jahrhunderten durch die Köpfe der Menschen geisterte,der Menschen,die von ihren Herrschern und ihren Priestern klein gehalten wurden.Untertanen hatten keine eigene Meinung zu haben.Untertanen sollten dienen und gehorchen .Gegen diese Betrachtung begehrten die Beherrschten auf und wollten ihre Freiheit haben,wenn auch erst einmal nur in den Gedanken..1848 war dieses Lied verboten und dennoch wurde es oft und gerne gesungen.Es hat sich durch die Jahre erhalten und wurde ein Kampflied gegen Nationalsozislismus und Faschismus.Vielleicht auch gegen den Sozialismus sowietischer Prägung ,mit seiner Einschränkung des Individuums.Ich kenne dieses Lied seit meiner Jugend und singe es auch heute noch immer wieder falsch aber gerne.



Montag, 6. März 2023

Bei Krupps



 

Und schon wieder waren wir bei den Krupps zu Hause.Dieses Mal wurden wir empfangen,denn das Haus war geöffnet.Als wir das letzte mal dort waren,mussten wir wegen Renovierungsarbeiten draußen bleiben und frieren.Die Krupps feiern dieses Jahr ihren 150.Geburtstag und haben uns alle eingeladen.Doch keiner von denen war mehr da.Alle weg.Und so wanderten wir durch die hohen Hallen,an den Resten des Imperiums vorbei um zu staunen,wie gut vom Krieg zu leben sein kann.(Der Vollständigkeit halber sei erwähnt,die Krupps waren auch sehr sozial eingestellt und immer gut zu ihren Mitmenschen)Eine kleine Kleinigkeit fiel mir bei all diesen beeindruckenden Exponaten auf:Eine Bahnsteigkarte für den Bahnhof HÜGEL/ESSEN.

Vielleicht ist es deutsches Verständnis von Sorgfalt und Genauigkeit … und außerdem…Ordnung muss sein!
Als die Villa Hügel im vollen Saft stand und alle höchsten Herren dem Kanonenkönig ihre Aufwartung machten,da fand man es angemessen,dem Herrn des Hügels einen Bahnhof einzurichten,damit seine Gäste,wenn sie ihn besuchen,nicht so weit laufen mussten.Natürlich ging man davon aus,daß der Herr Krupp so gut erzogenen war,daß er die Besucher vom Bahnhof immer abholte ,um ihre Koffer zur Villa zu tragen.Aber damit er nicht jedes Mal sich am Schalter eine Bahnsteigkarte (so etwas gab es noch bis in die Sechziger-Jahre) kaufen musste,hat man ihm eine Jahreskarte-auf Wiederruf- ausgestellt.Sicherlich waren auf der Rückseite die Verhaltensregeln aufgeführt,deren Nichtbeachtung zum Verweis von der Anlage führen würde.
Ich denk mal ,der Herr Krupp hat diese Karte immer dabei gehabt,damit er auf den Bahnhof gehen konnte,wann immer er es wollte.Außerdem war es ja damals so,daß wenn der Kaiser aus Berlin mit der Bahn angefahren kam, er ja schon eine Fahrkarte 1.Klasse hatte ,die ihn berechtigte,den Bahnhof zu betreten.Doch ich glaube,dem hätte der Herr Krupp auch eine Karte spendiert,wenn es nicht so gewesen wäre und ich bin mir sicher,dass die beiden sich immer ordentlich zu benehmen wussten,um nicht des Bahnhofs verwiesen zu werden.
Ein paar Austellungsstücke möchte ich noch zeigen:
Ein Schiff namens GERMANIA

Ein Kerzenleuchter mit Horoskopzeichen