
Sing mit!
Neulich traf meine Frau einen alten Bekannten,aus den Zeiten,als unsere Kinder noch im Kindergarten waren.Der erzählte ihr,wie gut es ihm geht und wie fröhlich er immer mit seinen Sängerknaben im“ Männergesangsverein Gröbenzell“ einmal in der Woche die schönsten Lieder singen würde und wie entspannend und beruhigend diese Liederabende seien.Als sie nach Hause kam meinte sie zu mir,das sei doch vielleicht auch etwas für mich.Ich wusste zwar nicht,wieso,weil ich ja eigentlich völlig entspannt und ruhig bin, aber ich bin ja offen für alles und ging darauf am nächsten Dienstagabend zum Singen.
Ich öffnete die Tür zum Übungsraum des Chores und blickte in erwartungsvolle Augen von dreiundzwanzig älteren Herren, die wohl von meinem Kommen informiert worden waren.Ich stellte mich kurz als Nachwuchssänger vor und reihte mich in die Gruppe 2.Tenor ein.Wohlversorgt mit Singnoten bewegte ich meine Stimmbänder ,merkte jedoch schnell,daß ich den singtechnischen Vorsprung,den die erfahrenen Sängerknaben hatten,von mir kaum einzuholen sein würde,denn schließlich bin ich ja auch nicht mehr der Jüngste.
Nun,ich würde es nicht als Scheitern betrachten, eher als einsichtsvollen Verzicht auf möglichen Publikumsapplaus und habe beschlossen,den Diensttagabend zu Hause am Fernseher zu verbringen.Vielleicht sing ich mal mit meiner Frau ein paar Lieder,aber sie hat behauptet,sie könne nicht singen,wegen Halsschmerzen und anderen Symptomen im singanatomischen Bereich.Na dann eben nichtWäre ja auch schön gewesen,wegen Ruhe und Entspannung ...

Fröhliche Sänger
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